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Bildungshaus trotz Spargebot

Die Arbeitsgemeinschaft Bildungshaus erhält für ihr Konzept die volle Rückenstärkung aus der Gemeinde (Foto: sum)

Gemeinde Wischhafen streicht Investitionen / Es verbleibt ein Fehlbetrag


sum. Wischhafen. Zähneknirschend beschloss der Rat der Gemeinde Wischhafen in der vergangenen Woche den Haushaltsplan für 2016. Bislang eingeplante Investitionen in Höhe von insgesamt 630.200 Euro wurden gestrichen oder verschoben, um die finanzielle Lage zu verbessern. Doch auch wenn die Gemeinde Wischhafen dringend sparen muss, das geplante Bildungshaus erhält die volle Rückendeckung aller Gemeinderatsmitglieder.

Wie das WOCHENBLATT berichtete, wird im Haushaltsplan der Gemeinde Wischhafen am Ende des Jahres ein dickes Minus stehen. Daher strich der Gemeinderat nunmehr einen Teil der zunächst eingeplanten Baumaßnahmen. Betroffen sind unter anderem die Brücken über das Wischhafener Fleth, der Endausbau des Schilfweges, der Parkplatz am Sportplatz und der weitere Radwegausbau an der Stader Straße. Für einige der Projekte wurden bereits Förderanträge gestellt, so dass Gemeindedirektor Edgar Goedecke nicht unbedingt begeistert war: „Die Rücknahme von Förderanträgen bedeutet immer auch einen Vertrauensverlust.“

Aufgrund der Investitionskürzungen beträgt der Fehlbetrag nach Abzug der Rücklage zwar „nur noch“ rund 37.000 Euro. Um den Haushalt jedoch auch in Zukunft zu sichern, erhöhen sich die Grundsteuern A und B im kommenden Jahr von 410 auf 430. Die Gewerbesteuer steigt von 485 auf 495 Prozent. Eine weitere Steuererhöhung gibt es möglicherweise schon ein Jahr später. Auch der Kindergartenbeitrag steigt erneut um zwei Prozent, wobei Eckehardt Arndt hier klarstellte, dass satzungsgemäß auch eine dreiprozentige Erhöhung möglich wäre.

An einem Projekt halten jedoch alle Ratsmitglieder geschlossen fest: Das Bildungshaus Wischhafen. In dieser Einrichtung vereinen sich zukünftig Grundschule, Kindertagesstätte, Bücherei, Familienservicebüro und die vor Ort ansässigen Vereine. Durch ein verzahntes, pädagogisches Zusammenwirken aller Institutionen erhalten die Kinder altersunabhängig die Möglichkeit, gemeinsam an Projekten und in Lernwerkstätten zu arbeiten. Zwar schlägt der erforderliche Umbau der Nils-Holgersson-Grundschule mit einem Eigenanteil von rund 185.000 zu Buche. Doch bereits vor dem Start im kommenden Jahr hat das Bildungshaus und insbesondere das hierzu gehörende Konzept Vorbildcharakter sowohl in der Metropolregion Hamburg als auch im Land Niedersachsen.