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Dem Förderverein sei Dank: Baljer Leuchtturm erstrahlt in neuem Glanz

Der Baljer Leuchtturm konnte auf Initiative des Fördervereins saniert werden (Foto: oh)
lt. Balje. Die Erhaltung des stark sanierungsbedürftigen Baljer Leuchtturms von 1904 hatte sich der Förderverein Baljer Leuchtturm bei seiner Gründung im Jahr 2005 auf die Fahnen geschrieben. Fünf Jahre später war das Ziel erreicht.
Das Baudenkmal und Wahrzeichen des maritimen Erbes im Landkreis Stade wurde im Sommer 2010 unter der Regie des Architekten Jens Wilke aus Horneburg aus Mitteln der Leader-Region Kehdingen Oste, des Landkreises Stade und der Gemeinde Balje für insgesamt rund 125.000 Euro renoviert. Die Firma Vattenfall beteiligte sich an der Innenaustattung.
Seit 2011 können Besucher den knapp 18 Meter hohen Leuchtturm zu bestimmten Zeiten besichtigen. Im ersten Obergeschoss befindet sich eine Ausstellung über die Leuchttürme Norddeutschlands und die Geschichte des Baljer Leuchtturms, im zweiten Obergeschoss informieren Fotos und Tafeln über die Lebensader Elbe und die in Kehdingen brütenden Zugvögel. Von der Aussichtsplattform im dritten Obergeschoss haben Besucher durch sieben Panorama-Scheiben und von der Außenplattform einen einmaligen Blick auf die Elbe und die im Naturschutzgebiet um den Leuchtturm herum brütenden Vögel.
Der Baljer Leuchtturm wurde 1903 errichtet und war von 1904 bis 1977 in Betrieb. Während dieser Zeit wurde er von zwei Leuchtturmwärtern abwechselnd bewohnt.
Als Ende 1980 ein neuer Turm die Aufgabe des alten Leuchtfeuers übernahm, erwarb der Landkreis Stade den alten Turm und stellte ihn unter Denkmalschutz. Die umliegende Landschaft wurde zum Natur-und Vogelschutzgebiet erklärt. Vorübergehend wurde der Turm noch vom Vogelwart genutzt, aber dann wegen eines fehlenden Nutzungskonzeptes und aus Geldmangel dem Verfall überlassen.
Erst auf Initiative des Fördervereins kam Bewegung in die Sache und der Turm erstrahlt heute in neuem Glanz.
Für sein Engagement erhielt der Förderverein 2008 den Ulfert-Kaltensteinpreis für Maritimen Denkmalschutz und den "Goldenen Hecht" 2010 der Osteland AG, ebenfalls für Denkmalschutz.