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Der Kampf geht weiter

Die Interessengemeinschaft gegen Lärmbelastung klämpft weiter gegen den Schwerlastverkehr in Freiburg (Foto: sum)
Gemeinderat Freiburg steht hinter Tempo 30

sum. Freiburg. Die Anwohner der Ortsdurchfahrt in Freiburg fühlen sich insbesondere durch den zunehmenden Lkw-Verkehr massiv gestört. Zwar lehnte die Straßenverkehrsbehörde den im Herbst vergangenen Jahres gestellten Antrag auf Einrichtung einer Tempo-30-Zone vor der Grund- und Oberschule ab (das WOCHENBLATT berichtete). Doch Claus List und seine Mitstreiter von der „Interessengemeinschaft gegen Lärmbelastung“ bleiben hartnäckig und wendeten sich kürzlich mit neuen Vorschlägen an den Gemeinderat.

Von der nunmehr geltenden gesetzlichen Regelung einer generellen Geschwindigkeitsreduzierung vor Schulen, Kindergärten und Altersheimen gestärkt, regen die Anwohner weiterhin die Einrichtung einer Tempo-30-Zone vor der Schule an. Doch auch die Verschiebung des Ortsschilds, die Einrichtung einer 70er-Zone vor den Ortseinfahrten und die Anbringung von schräg zulaufenden weißen Streifen auf der Straße sind Optionen, um den Verkehr abzubremsen. Außerdem wünscht sich die Interessengemeinschaft, dass die Gemeinde Freiburg an dem Modellprojekt „Tempo 30“ des Landes Niedersachsen teilnimmt. Ziel dieses Projektes ist es, Daten über die Auswirkungen von Tempo 30 innerorts auf Lärm, Luft, Sicherheit und Verkehrsfluss zu erhalten.

Anwohner Peter Loudovici ist sich sicher, dass mit einer Geschwindigkeitsreduzierung endlich auch die unübersichtliche Kreuzung Allwördener/Landesbrücker Straße entschärft wird. „Ich erlebe tagtäglich die quietschenden Reifen und die Beinaheunfälle“, erklärt der Freiburger den Ratsmitgliedern.

„Auch wenn die Straßenverkehrsbehörde die Tempo-30-Zone weiterhin ablehnt, müssen die weiteren Anträge Erfolg haben“, ist sich Claus List sicher. Schließlich habe die Straßenverkehrsbehörde ausdrücklich die Notwendigkeit einer Geschwindigkeitsreduzierung anerkannt und der Gemeinde den Bau einer Insel an den Ortsschildern anheim gestellt. „Unsere Vorschläge dienen dem gleichen Zweck und wären darüber hinaus mit einem geringeren Kostenaufwand zu realisieren,“ sagt List.

Die Interessengemeinschaft hat weiterhin die volle Rückendeckung des Gemeinderats. „Es sind zwar derzeit alles nur Wünsche, da die Entscheidung weiterhin bei der Straßenverkehrsbehörde liegt“, machte Bürgermeister Herwart von der Decken klar, „aber wir müssen die Anträge auf alle Fälle stellen.“