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Der Traum vom Weidenpark

Hubertus Weissert träumt von einem besonderen Veranstaltungspark in Hüll

Im Salicetum Hüll sollen in Zukunft Veranstaltungen und Familienfeiern möglich sein

Den Park mit dem Hügel kurz vor der Ortseinfahrt nach Hüll gibt es schon über 14 Jahre. Doch viele Vorbeifahrende fragen sich bis heute, was es mit dieser Anlage auf sich hat. Die Antwort weiß Hubertus Weissert (75) aus Dornbusch: „Es handelt sich um einen Weidenpark.“

Im Jahr 2002 gründete der Rentner den Verein Salicetum Hüll und fing mit einigen Mitstreitern an, auf der rund einen Hektar großen Fläche verschiedene Weiden-Sorten anzupflanzen. Ziel des ehemaligen Gartenarchitekt ist es, die Bedeutung des Pioniergehölzes mit dem lateinischen Namen Salix oder Salicaceae (Weidengewächse) für die Region unvergessen zu machen. „Mit den Weidenästen werden bis heute Fluss- und Küstenufer befestigt,“ erklärt Hubertus Weissert, „außerdem enthält die Weidenrinde Acetylsaliclysäure, die in Aspirin enthalten ist.“ Aber auch die alte Handwerkskunst des Holzschuhmachens und das Körbeflechten lässt der Salix-Fachmann nicht unerwähnt.

„In den vergangenen zwei Jahren haben wir den Park ein wenig vernachlässigt“, gibt der Dornbuscher zu. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern und freiwilligen Helfern wird die zugewucherte Anlage seit dem vergangenen Herbst wieder auf Vordermann gebracht. Von Beginn an mit von der Partie ist Sohn Jan (47). Der alleinerziehende Vater eines Sohnes (3) war es damals auch, der die beiden Teiche hat ausheben lassen. Aus der Erde entstand der gut sichtbare quadratische Hügel mit den vielen Pfählen. „Das ist die Michiko-Weissert-Pyramide, die ich meiner verstorbenen Frau gewidmet habe“, erklärt Hubertus Weissert.

Er und Sohn Jan haben einen Traum: In ein oder zwei Jahren sollen im Salicetum Hüll Familienfeiern und Veranstaltungen stattfinden. Bis dahin gibt es noch eine Menge zu tun. Neben der Anlage von Spazierwegen musste ein Teil der Weiden Platz für eine Picknick-Wiese machen. „Die Pyramide könnte als kleine Bühne für Sänger oder Redner dienen“, beschreibt Hubertus Weissert seine Pläne. Auf einer weiteren Fläche sollen Besucher die unterschiedlichen Weidensorten kennen lernen.

Den Vereins-Mitglieder wird also nicht langweilig werden. „Wir könnten noch Unterstützung gebrauchen“, erklärt Weissert senior. Wer Lust hat, dem Verein Salicetum Hüll beizutreten oder im Weidenpark mit anzupacken, kann sich gerne beim Vereinsoberhaupt melden.

• Kontakt: salicetum-huell@fn.de oder Telefon: 0160 – 335 3117