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Die "Flatrocker" vom Lande

Nicky Borgmann (v.li.), Yannick Mense, Matthias König und Christoph Leidecker aus Oederquart "flatrocken" mit Axid Rain die Club-Bühnen in Deutschland (Foto: Axid Rain)
Rockband Axid Rain startet im März ihre zweite Club-Tour/ Neue CD ist in Arbeit

sum. Oederquart. Die Jungs von „Axid Rain“ sind ihrem Traum, die großen Bühnen zu rocken, einen großen Schritt näher. Die Flatrock-Band aus dem beschaulichen Elbdorf Oederquart bereitet sich zur Zeit intensiv auf die zweite Tour durch Deutschlands Clubs vor.

„Eine Tour ist das Geilste, was man machen kann“, erklärt Yannik Mense (23) mit einem breiten Grinsen. Der Mann mit der rauchigen Stimme und der langen Mähne ist der Frontmann und Gitarrist der Rockband, die vor gut zehn Jahren zunächst „just for fun“ im Nordkehdinger Dorf Oederquart entstand. Für ihren Musikstil, einer Mischung aus Hardrock und Rock'n'Roll, riefen sie den neuen Begriff „Flatrock“ ins Leben. „Wir spielen unsere Songs nämlich grundsätzlich einen halben Ton tiefer, was in Fachkreisen „flat“ genannt wird“, erklärt Gitarrist Nicky Borgmann (30).

Ihre erste CD "One way run" produzierten die vier Rocker vor knapp zwei Jahren. "Das war schon eine coole Aktion," schwärmt Drummer Christoph Leidecker (22), der am liebsten oben ohne spielt und seine großflächigen Tattoos auf Brust und Rücken zeigt.

Während andere ihren Urlaub am Strand oder am Pool verbringen, nutzten die Rocker, die alle einem „normalen“ Job nachgehen, ihre freie Zeit, um sich im letzten Sommer auf den Clubbühnen in Köln, Berlin, Leipzig, Hannover, Bremen und Hamburg zu „erholen“. „Die Tour war wie eine Klassenfahrt,“ sagt Yannick Mense. Eine Herausforderung war das Verstauen der Instrumente. „Das hatte schon was von Tetris spielen“, lacht Ricky Borgmann. Stunden auf der Autobahn, wenig Schlaf in Jugendherbergen, Bühne auf- und abbauen und bis in Nacht rocken und feiern, bis der Arzt kommt. Alles, was zu einem richtigen Rocker-Dasein gehört, haben die Jungs von Axid Rain mitgenommen. „Doch außer Bier und Whisky gibt es bei uns keine Drogen“, stellt der langhaarige Frontmann klar.

Um mit anderen Musikern oder Fans ins Gespräch zu kommen, brauchen die Rocker nur zu erzählen, wo sie herkommen. „Dann wird grundsätzlich erst einmal nachgefragt, wo denn Oederquart liegt“, erzählt Matthias König (23) schmunzelnd. Stolz auf die Heimat, haben sie ihr mit „Guys from Oederquart“ einen eigenen Song gewidmet.

Auch 2017 wird für Axid Rain wieder ein aufregendes Jahr. Neben der zweiten Club-Tour, die am 18. März beginnt und die Jungs an fünf Tagen durch ganz Deutschland führt, soll auch die zweite CD in Angriff genommen werden. „Das Material haben wir schon fertig,“ erklärt Frontmann Mense. Auf der Tournee wollen sie den einen oder anderen neuen Song schon mal antesten. Und im Herbst soll es mit der dritten Tour über die Grenzen Deutschlands hinausgehen. „Dann werden wir mit unserem Flatrock die Bühnen in Polen und Tschechien stürmen“, freuen sich die Rocker vom flachen Land.