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"Die Leute abgeholt, wo sie standen"

Gründerin von "Selbstbestimmt Leben" ist verstorben


sum. Wischhafen. „Sie war eine kühle Norddeutsche und dennoch unheimlich warmherzig,“ beschreibt Elmar Specht seine Ehefrau Sonja Bringewski-Specht aus Wischhafen (†), die nach kurzer schwerer Krankheit am 26. August im Alter von nur 48 Jahren verstarb und vier Kinder hinterlässt.

Die Erzieherin unterrichtete mit ihrem Kollegen Michael Zabel von 1991 bis 1997 die Abschlussklasse der Lebenshilfe in Stade. 1997 gründeten beide den Verein "Selbstbestimmt Leben", der Menschen mit Behinderung bei der Wohnungssuche und dem Leben im eigenen Heim unterstützt. "Sonja hat dabei versucht, die Leute abzuholen, wo sie gerade stehen", so Elmar Specht.

Als Adoptivsohn Fridtjof (15) und die Pflegekinder Jacqueline (17), Vincent (13) und Angelique (11) in das Leben der Eheleute, reduzierte Sonja Bringewski-Specht die Vereinsarbeit. Vor gut zwei Jahren übernahm Sonja Bringewski-Specht spontan die Position der Aufsichtsratsvorsitzenden der Lebenshilfe. Im letzten Winter erkrankte die vierfache Mutter plötzlich an ALS, einer Erkrankung des motorischen Nervensystems, an der sie nur neun Monate später verstarb.

• Die Trauerfeier für Sonja Bringewski-Specht fand heute um 15 Uhr auf dem Küstenmotorschiff "Iris-Jörg" in Wischhafen statt.