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Die Trecker-Saison beginnt

Auf dem Porsche von Jörg Kaese (am Steuer) finden viele Freunde Platz (Foto: sum)

Der Oldtimer-Virus hat schon viele Bewohner von Hamelwörden "erwischt"


sum. Hamelwörden.
Aus fast allen Hallen und Garagen in Hamelwörden ist zur Zeit ein Brummen und Tuckern zu hören, denn die Treckerfreunde bereiten sich eifrig auf die neue Saison vor. Die letzten Handgriffe an den Liebhaberstücken erfolgen dabei meist genau pünktlich zum Saisonstart im Mai. Denn dann fahren die aktiven Mitglieder wieder mit ihren Schmuckstücken und den zur Wohnstube umfunktionierten Bauwagen gemeinsam los, um sich mit anderen Traktor-Fans aus nah und fern zu treffen und zu fachsimpeln.

Die Geschichte der Treckerfreunde begann aber nicht im Sommer, sondern mit dem "Busch fahren" für das jährliche Osterfeuer in Hamelwörden. Da die Fahrer meist keinen eigenen fahrbaren Untersatz besaßen, haben sie sich die Trecker von den örtlichen Landwirten ausgeliehen.

"Doch dann ist ein Virus in Hamelwörden ausgebrochen", sagt Kai Eberhardt, der seit letztem Jahr Erster Vorsitzender der Freunde ist. Denn nach und nach schafften sich immer mehr Bewohner des kleinen Dorfes einen eigenen Oldtimer-Trecker an, die es früher schon für fünfhundert Mark gab. „Dank des Booms kosten die Liebhaberstücke heute weit über eintausend Euro,“ erklärt Eberhardt.

Da Ausfahrten mit den restaurierten Traktoren allein aber nur halb so viel Spaß machen, haben sich die stolzen Besitzer vor etwa 25 Jahren zusammengetan und "bubbern" seitdem gemeinsam durch die Gegend. Mittlerweile laufen in Hamelwörden fast achtzig "Freunde" in der blauen Kutte mit dem unverkennbaren Treckerlogo herum. Die jüngsten Fahrer müssen noch mit dem Trettrecker anrollen, die ältesten Mitglieder sind schon weit über siebzig Jahre alt. Und auch die Vielfalt der Trecker ist überwältigend. Während die einen sich auf die ultimativen Lanz Bulldogs "eingeschossen" haben, restaurieren andere alte Porsche, Allgaier, Fahr oder Güldner.