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Ein Dorf in der Werkstatt

Aenne Kuck (v. li.), Edeltraud Meyer, Nicole Hointza und Margarete von der Decken entwerfen ein Dorf-Logo

Parkplatz am Naturfreibad muss verschönert werden / Leerstand bereitet Sorgen


sum. Krummendeich. In Krummendeich rauchten am vergangenen Wochenende die Köpfe, denn in der sogenannten Dorfwerkstatt arbeiteten die Bürger gemeinsam an der Zukunft ihres Ortes.

Als klar war, dass Krummendeich in das Dorferneuerungsprogramm von Oederquart aufgenommen wird, freute sich Bürgermeisterin Christiane von der Decken sehr. Endlich gibt es Wege und Mittel, um das Dorfbild zu verschönern, die Dorfgemeinschaft zu erhalten und zu verstärken. Bereits auf der ersten Bürgerversammlung in Februar sammelte das Planungsbüro IPG zahlreiche Ideen der Bürger.

Um deren Ausarbeitung ging es jetzt in der Dorfwerkstatt. Das Team vom Planungsbüro und Bürgermeisterin begrüßten rund 25 Teilnehmer, deren Tatendrang immens war und schon am Vormittag zum Vorschein brachte, welche Sorgen die Bürger plagen und welche Möglichkeiten sie für ihr Dorf sehen.

Insbesondere der wachsende Leerstand und die damit einhergehende Verwahrlosung der Grundstücke bereitet allen Kopfzerbrechen. Laut der Statistik des Planungsbüros stehen etwa 24 Prozent der Häuser in Krummendeich leer. Tendenz steigend, denn in fast 20 Prozent der derzeit bewohnten Häuser ist der jüngste Bewohner über 70 Jahre alt. Doch auch die abnehmende Gastronomie, der Mitgliederschwund in den Vereinen und die fehlende Nachfolge in vorhandenen Betrieben sorgt für Unbehagen im Dorf.

Schnell kommen aber auch mehr als zwanzig Ideen zusammen, um das Dorf und das Leben dort attraktiver zu gestalten. Ganz oben auf der „Wunschliste“ steht der Parkplatz des Naturfreibades. Er muss größer und attraktiver gestaltet werden. Ebenso der Platz für Wohnmobile, denn dort gibt es lediglich sechs Stellplätze, obwohl gerade in den Sommermonaten zum Teil bis zu 20 Wohnmobilisten gleichzeitig ihren Urlaub in Krummendeich verbringen wollen. Eine Sanierung der Straßen und Bürgersteige im Ort ist ebenso wichtig, wie eine bessere Beleuchtung. Um das Dorf nach außen bekannter zu machen, erscheint ein ausgeklügeltes Werbekonzept mit Internetauftritt sinnvoll. Ein eigens entwickeltes Logo in Form eines Kleispatens könnte Besucher zukünftig mit vielen Informationen über das kleine Dörfchen versorgen.

Jetzt fehlt noch der in vier Wochen geplante Arbeitskreis im Bereich Landwirtschaft. Dann kann sich das Planungsbüro an die endgültige Ausarbeitung des im Sommer zu erwartenden Dorfentwicklungskonzepts machen.