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Ein tierischer Treffpunkt im Schweinestall

Für die Kleinen ist der direkte Kontakt mit den zwölf Wochen alten Ferkeln ein tolles Erlebnis

Die Kinder aus Balje lernen ihre Heimat und den Bauernhof der Familie Elfers kennen



sum. Kehdingen.
Mit den Worten: "Hallo, ich bin hier der Bauer", begrüßte Carsten Elfers die kleine Gruppe des Kindergartens aus Balje auf seinem Hof. Die jungen Besucher schauten sich auch gleich neugierig die Schweinebilder im Carport an, bevor der "praktische Unterricht" begann.

Im Rahmen des Landvolk-Projektes "Transparenz schaffen" arbeiten die Erzieherinnen Brigitte Rauch und Eva Brandt mit "ihren" zwölf Kindern seit Anfang des Jahres an dem Thema "Schwein". Sie bastelten bereits ein großes Papp-Schwein und redeten darüber, wo und wie die rosafarbenen Tiere leben. Und auch der Besuch eines Schweinebetriebs in Balje gehörte zum Projekt. "Auf diese Art und Weise lernen die Kinder gleichzeitig ihre Heimat kennen", erklärt Brigitte Rauch.

Die Eltern von Kindergarten-Kameradin Adele erklärten sich auf Nachfrage gerne bereit, der Gruppe ihren Schweinemastbetrieb zu zeigen. Bevor es aber in den Stall ging, stand erst mal die Theorie auf dem Plan. Carsten Elfers erzählte den Kleinen kindgerecht, dass man einen Eber und eine Sau braucht, um überhaupt Ferkel zu bekommen. Und er verheimlichte auch nicht, dass die Tiere irgendwann geschlachtet werden müssen: "Sonst gäbe es bei Euch keinen Bierschinken zum Frühstück und keine Spaghetti mit Soße Bolognese zum Mittag."

Nachdem die Kinder gelernt haben, dass auch Schweine gerne "Müsli" fressen, durften sie aus Schrot und Wasser das Schweine-Frühstück "zusammen matschen", was den "Köchen" sichtlich Spaß machte. Dann endlich ging es für die Mannschaft in Richtung Stall. Hier erfuhren die Kinder, dass Hygiene bei einem Besuch der Schweine das "A und O" ist. Im Umkleideraum zogen sie ein großes T-Shirt über ihre Jacken und Plastiktüten über die Gummistiefel.

Richtig aufregend wurde es, als Carsten Elfers ein Dutzend der zwölf Wochen alten Ferkel in den Gang zu den Kindern ließ. Weder Schweine- noch Menschenkinder hatten Berührungsängste und schnell war zu merken, dass auch die Ferkel sich über die gelungene Abwechslung freuten. Neugierig schnüffelten und knabberten sie an den Gummistiefeln, was bei den Kindern für lautes Gekichere sorgte. Dafür gab es von den Kids eine extra große Streicheleinheit. Einige der Tiere tobten wie ihr berühmter Bruder "Rudi Rüssel" gemeinsam mit den Kindern ausgelassen den Gang auf und ab.

Nach dem Schweinstallbesuch hatten die Gäste großen Hunger und vertilgten genüsslich ein Brot mit Bierschinken und Mettwurst. Und für einen gelungenen Abschluss dieses Kindergartentages sorgte Carsten Elfers, als er die Kleinen einlud, auf seinem Trecker eine Runde über den Hof zu fahren.