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Elbfähre statt Elbtunnel

Uwe Bahr (li.) und Hans-Werner Zelinksi freuen sich über die entspannten Autofahrer an der Elbfähre

Stau vor dem Elbtunnel / Autofahrer bevorzugen Wischhafen


sum. Wischhafen. In den regionalen Radiosendern ist es zur Zeit wieder regelmäßig zu hören: „Die Wartezeit an der Elbfähre von Wischhafen nach Glückstadt beträgt eine Stunde.“ Dennoch wählten auch am vergangenen Wochenende viele Autofahrer den Weg über Wischhafen, um nach Schleswig-Holstein zu gelangen. Die meisten schreckte der zeitweise mehr als 14 Kilometer lange Stau auf der A1 vor dem Elbtunnel ab, die sonst schnellere Route zu wählen.

Auch Volker Nowacki aus Köln entschied sich für die Route mit der Elbfähre, um mit seiner Ehefrau Ruth und einem befreundeten Ehepaar nach Dithmarschen zu kommen. Gut eine Stunde brauchten sie, um langsam aber stetig endlich an die Spitze der Schlange zu gelangen. Trotzdem sind alle vier entspannt und gut gelaunt. „Wir haben schließlich Urlaub“, erklärt Volker Nowacki.

Auch Familie Trapp aus Stadthagen bei Hannover stört die Warterei nicht, auch wenn sie schon seit den frühen Morgenstunden unterwegs sind. „Diese Route ist einfach die schönere“, begründet Mutter Anke Trapp ihre Entscheidung, „wir genießen schon die frische Seeluft und können auch mal aussteigen.“ Ihre Kinder Isabelle und Moritz beobachten zum Zeitvertreib die Schafe auf dem Deich.

„Hier können wir mit dem Hund spazieren gehen, während wir warten,“ erklärt Susanne Kahr aus dem Sauerland, die mit Sohn Tobias und Hund Theo Urlaub in Wyk auf Föhr machen will und sich mit dem Vierbeiner die Beine vertritt, „im Stau auf der Autobahn hätten wir große Probleme mit dem Hund.“

Auch Hans-Werner Zelinski bestätigt die entspannte Stimmung der Urlauber. „Es gibt nur wenige, die genervt auf die Fähre fahren,“ berichtet der Fähr-Mitarbeiter, der gemeinsam mit Uwe Bahr dafür sorgt, dass im 30 Minuten-Takt zwischen 45 und 60 Fahrzeuge auf bis zu vier Fähren gelangen.