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Empfang im Wohnzimmer

Siegmund Meyer braucht nicht mehr auf den Deich kraxeln, um zu telefonieren Foto: sum

Telekom schaltet Anschluss nach WOCHENBLATT-Bericht wieder frei

sum. Krummendeich. Siegmund Meyer braucht zukünftig nicht mehr auf den Deich kraxeln, wenn er telefonieren möchte. Nur einige Tage nach dem WOCHENBLATT-Artikel entschuldigte sich die Telekom bei dem 72-Jährigen und schaltete das Telefon zu den alten Konditionen wieder frei.

Wie berichtet, lebten die Eltern von Siegmund Meyer bis zu ihrem Tode in einem kleinen Reetdachhäuschen in Krummendeich. Bis zum Schluss nutzten sie das Telefon auch tatsächlich nur zum Telefonieren. Nachdem Mutter Lydia verstarb, meldete sich der Sohn ordnungsgemäß bei der Telekom und bat, den Anschluss auf seinen Namen umzumelden, was zunächst auch unproblematisch erschien. Doch dann erhielt Siegmund Meyer die Mitteilung, er müsse einen neuen Vertrag für die Nutzung von Internet und Telefon abschließen. "Internet brauche ich nicht, ich will nur telefonieren", erklärte er dem Mitarbeiter. Daraufhin sperrte die Telekom prompt den Anschluss und Siegmund Meyer war nur noch über Handy erreichbar und das aufgrund des schlechten Empfangs in Krummendeich auch nur, wenn er auf den vor dem Haus entlangführenden Deich kletterte. „Ich hatte schon die Befürchtung, auch im Winter draußen telefonieren zu müssen“, erzählt Siegmund Meyer. Er hatte Angst, auch in einem Notfall niemanden anrufen zu können. Doch diese Sorgen sind jetzt vom Tisch.

„Nur einige Tage nach dem Artikel kam ein Telekom-Monteur zu uns nach Hause und schaltete das Telefon wieder frei“, erzählt der Rentner. Und auch über den anschließenden Anruf der Telekom freute er sich: „Der Mitarbeiter entschuldigte sich für das Missverständnis und erklärte mir, dass das alles nur ein Missverständnis war.“ Auch in Zukunft braucht der Mann aus Krummendeich nur für das Telefonieren zu bezahlen. Zwar muss er drei Euro mehr bezahlen als seine verstorbene Mutter und auch die Anschlussnummer hat sich geändert. „Aber das ist mir egal. Hauptsache, ich habe wieder Empfang“, sagt Siegmund Meyer.