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Erstes TrauerCafé in Kehdingen

Marina Remstedt (v.li.), Johanna Flade und Angela Vorrath bieten Trauernden eine Möglichkeit zum Gedankenaustausch

Sterbeammen und Pastorin laden Trauernde zum Gesprächskreis ein


sum. Freiburg. Johanna Flade aus Freiburg hegte schon länger den Wunsch, eine Gesprächsrunde für Trauernde ins Leben zu rufen. "So etwas fehlte hier bislang", erklärt die junge Pastorin. Auch Angela Vorrath aus Drochtersen und Marina Remstedt aus Krummendeich merkten bei ihrer Arbeit als Sterbeamme, dass Trauernde in der Region keine Möglichkeit haben, sich auszutauschen. "Insbesondere, wenn sie schon vor längerer Zeit einen lieben Menschen verloren haben, fühlen sie sich oft allein gelassen", berichtet Marina Remstedt.

Ein Telefonat zwischen der Pastorin und Marina Remstedt hat die drei Damen schließlich zusammengeführt. Anfang des Jahres planten sie die Schaffung eines Gesprächskreises als Ort der Begegnung und zum Gedankenaustausch. Mitte Juni luden die drei Organisatorinnen dann zum ersten ehrenamtlich geführten "TrauerCafé" ins Gemeindehaus in Freiburg ein. "Unsere Erwartungen wurden übertroffen", freut sich Angela Vorrath über die gute Beteiligung beim ersten Treffen. Von Drochtersen bis Krummendeich sind viele Kehdinger der Einladung gefolgt und haben bei Kaffee und Kuchen völlig ungezwungen über ihre verstorbenen Angehörigen oder Freunde geplaudert. "Es herrschte sofort ein großes Vertrauen", erklärt Johanna Flade und ergänzt, "unser Gefühl, dass so etwas in unserer Region fehlt, hat uns nicht getäuscht."

Ab September soll das "TrauerCafé" jeden zweiten Montag im Monat von 16 bis 18 Uhr im Gemeindehaus St. Wulphardi in Freiburg, Hauptstraße 26, stattfinden. Johanna Flade, Marina Remstedt und Angela Vorrath freuen sich über jeden Besucher, der diese Möglichkeit zum besonderen Gedankenaustausch nutzen möchte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.