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Fleckenrat in Freiburg will Tempo 30

Der Flecken Freiburg will vor der Grund- und Oberschule eine Tempo-30-Zone

Lkw-Verkehr und schnelle Autos sorgen für Unmut bei Anwohnern


sum. Freiburg. Obwohl eine Verkehrsschau mit dem Straßenverkehrsamt noch aussteht, beschloss der Rat des Flecken Freiburgs auf Antrag von Ute Thomsen-Eggers (SPD) bereits auf seiner letzten Sitzung einstimmig eine Temop-30-Zone auf der Allwördener Straße vor der Grund- und Oberschule Nordkehdingen.

Vorausgegangen war ein Antrag, den die Schule nach mehreren Gesprächen mit Eltern und Anwohnern im August stellte. In dem an die Samtgemeinde gerichteten Schreiben heißt es: „Da vor unserer Schule eine stetige Zunahme des Schwerlastverkehrs festzustellen ist, beantragen wir für die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler eine 30er-Zone.“ Claus List und Peter Loudovi, Anwohner der ihrer Auffassung nach in immer stärker befahrenen Allwördener Straße, sammelten zahlreiche Unterschriften, die mit dem Antrag vorgelegt wurden. Ihnen geht es dabei aber insbesondere auch um den Krach, den die Fahrzeuge verursachen. „Die Lärmbelästigung durch Auto- und Motorradfahrer sowie den Schwerlastverkehr mit überwiegend überhöhter Geschwindigkeit hat derart zugenommen, dass dringend eine Abhilfe notwendig ist,“ erläutert Claus List das Anliegen. Gerade wenn die Fahrzeuge über einen sanierungsbedürftigen Regenwasserchacht oder Brückenkanten fahren, wird es laut.

Eine große Chance, mit ihrem Anliegen durchzukommen, sehen die Antragsteller in dem kürzlich ergangenen Beschluss des Bundeskabinetts, die Straßenverkehrsordnung zu ändern. Auch vor Kitas, Schulen und Senioreneinrichtungen, die an Hauptverkehrsstraßen liegen, soll künftig unkomplizierter eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden können.

Da vor der Schule bereits eine Ampel und auch eine Geschwindigkeitsanzeige vorhanden sind und das Unfallaufkommen an dieser Stelle bei „0“ liegt, hält sich Gemeindedirektor Edgar Goedecke mit der Euphorie zurück. Zählungen aus den Jahren 2005 und 2010 verzeichneten auch keine Steigerung des Verkehrsaufkommens. Die Daten aus 2015 liegen bislang noch nicht vor.

Der krachmachende Mangel an einem Regenwasserschacht wurde zwischenzeitlich behoben. Der Vorschlag der Antragsteller, den Lkw-Verkehr ganz aus Freiburg fernzuhalten und über die Bundesstraßen zu leiten, ist laut Goedecke nicht umsetzbar: „Das ist unzulässig.“ Rund ein Drittel der mit der Elbfähre in Wischhafen ankommenden Lkw bahnen sich ihren Weg durch Freiburg, um nach Cuxhaven und Bremerhaven zu gelangen.

Ob Autos und Lkw zukünftig vor der Schule in Freiburg "ausgebremst" werden, hängt also auch davon ab, ob das Straßenverkehrsamt nach einer durchzuführenden Verkehrsschau das Anliegen der Anwohner und der Schule unterstützt.