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Großbaustelle Landesstraße

Im Ortskern von Drochtersen sind die Vorarbeiten für den Kreiselbau schon in vollem Gange

Auf die Pendler aus Kehdingen kommen harten Zeiten zu


sum. Kehdingen. Viele Pendler aus Drochtersen und Nordkehdingen, die in Stade und Hamburg arbeiten oder zur Schule gehen, sind täglich auf der Landesstraße 111 unterwegs. Doch diese Route könnte in den kommenden Monaten für mürrische Gesichter bei den Autofahrern und den Nutzern des öffentlichen Busverkehrs sorgen. Denn in Drochtersen und Bützfleth stehen mehrere, sich zeitlich überschneidende Straßenbauarbeiten an.

Das nahm auch Martina Pfaffenberger, SPD-Fraktionsvorsitzende in Nordkehdingen, mit Sorge zur Kenntnis. Schriftlich wandte sie sich daher Anfang März an den Samtgemeinde-Bürgermeister Edgar Goedecke und bat, "sich gemeinsam mit dem Drochterser Bürgermeister und der Stadt Stade zusammen zu setzen, um klar zu machen, dass diese massiven Verkehrsbehinderungen auf dem Weg zur Arbeit und zur Schule für die Einwohner in Kehdingen nicht hinnehmbar sind." Doch ob die von der Kreistags-Abgeordneten gewünschte Lösung jetzt noch möglich ist, erscheint fraglich.

Im Ortskern von Drochtersen sind die Vorarbeiten für den Kreisverkehrsplatz nämlich schon in vollem Gange und sorgen bereits für Verkehrsbehinderungen. Der eigentliche Kreiselbau mit Straße, Fuß- und Radweg beginnt Mitte April und dauert rund sieben Monate. Da eine Vollsperrung im Ort nicht möglich ist, wird der Verkehr halbseitig und mit Ampelregelung durch die Baustelle geleitet.

Nächste Woche werden die Pendler auch auf dem Obstmarschenweg in Stade-Bützfleth ausgebremst. Dort haben Arbeiten an dem ersten Kreisel begonnen, mit deren Ende im Dezember zu rechnen ist. Wie das WOCHENBLATT berichtete, erfolgen die Arbeiten abschnittsweise ebenfalls unter halbseitiger Straßensperrung mit Ampelbetrieb. Zwar können Pkw über den Flethweg ausweichen. Dort wird es allerdings eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern geben.

In den Sommerferien kommt die Sanierung der Landesstraße 111 von Drochtersen-Nindorf bis zur Bundestraße 495 in Wischhafen-Neuland hinzu. Voraussichtlich vier Wochen werden die in zwei Abschnitten durchzuführenden Arbeiten dauern und mit Vollsperrungen verbunden sein. Ein Umleitung wird jeweils über die Hüller Straße in Dornbusch erfolgen.

Auch das Ausweichen über die Kreisstraße 12 durch das Moor und die Schölischer Straße in Stade ist nur kurzfristig ohne Behinderung möglich. Läuft nämlich alles nach Plan, beginnt im August auch dort der umfangreiche und rund zwei Jahre andauernde Straßenneubau.

Und so lautet die derzeit scheinbar einzige Lösung für die Pendler aus Kehdingen: "Ruhe bewahren und mehr Zeit für die Fahrt zur Arbeit einplanen."