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Klimafreundlich und heimatnah arbeiten

Erika Hatecke von der Samtgemeinde Nordkehdingen nimmt den Zukunftspreis "Klima kommunal 2016" von Präsidenten des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes Marco Trips (li.) Umweltminister Stefan Wenzel entgegen (Foto: Stefan Koch)

Samtgemeinde Nordkehdingen erhält Zukunftspreis "Klima kommunal"


sum. Nordkehdingen. Klimaschutz kann auf unterschiedlichste Art und Weise betrieben werden. Für das Projekt „Innovationszentrum Telearbeit“ erhielt die Samtgemeinde Nordkehdingen kürzlich beim niedersächsischen Wettbewerb „Klima kommunal 2016“ der Klimaschutz- und Energieagentur den Zukunftspreis.

„Wir haben die Idee, einen oder mehrere Telearbeitsplätze in Nordkehdingen einzurichten“, erklärt Fachbereichsleiterin Erika Hatecke. Das bedeutet, der Arbeitsplatz wird ausgelagert und die Mitarbeiter haben beispielsweise in externen Büros einen Online-Zugriff auf den Zentralrechner des Unternehmens. Das geht natürlich nicht in jedem Beruf. Während Industriemechaniker oder Krankenschwestern die Arbeit vor Ort erledigen müssen, könnten Softwareentwickler oder Kundenberater aber auch von einem Telearbeitsplatz fern des Firmensitzes arbeiten.

Die Räumlichkeiten stellt die Samtgemeinde zur Verfügung. Leerstehende Räume gibt es beispielsweise im Schulzentrum in Freiburg, im zukünftigen Bildungshaus in Wischhafen oder in der ehemaligen Grundschule in Oederquart. So könnten die "Telearbeiter" gegebenenfalls auch die Mensa oder das Sekretariat mit nutzen. „Bei Bedarf werden die Büros so eingerichtet, dass Firmen dort auch ihre Unterlagen sicher unterbringen können“, beschreibt Samtgemeinde-Bürgermeister Edgar Goedecke die Planung. Wie genau die Ausstattung mit der für eine Fernarbeit erforderlichen Hardware wie Telefon und Computer aussieht, steht noch nicht fest. „Bislang gibt es ja nur die Idee, die jetzt umgesetzt werden muss“, erklärt Edgar Goedecke. Doch um das nötige schnelle Internet kümmert sich auf jeden Fall das regionale Telekommunikationsunternehmen EWE, mit dem die Samtgemeinde kooperiert.

Unter dem Motto „Freizeit statt Fahrzeit“ können Arbeitgeber ihren Angestellten die Möglichkeit einräumen, tageweise entweder alleine oder im Team in dem heimatnahen Telearbeitszentrum zu arbeiten. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Mitarbeiter haben kurze Anfahrtswege, weniger Stress und mehr Freizeit. Die Unternehmer profitieren von zufriedenen Angestellten. Der klimaschädliche Autoverkehr wird reduziert und Nordkehdingen wird als Lebens- und Wirtschaftsraum gestärkt.

Die Idee kam an und Erika Hatecke erhielt vom Umweltminister Stefan Wenzel für die Samtgemeinde den mit 2.000 Euro dotieren Zukunftspreis.

Jetzt müssen nur noch Arbeitgeber und Unternehmer auf das Projekt aufmerksam werden, damit die Idee auch in die Tat umgesetzt werden kann.
Weitere Informationen zum Telearbeitsplatz hat Samtgemeindebürgermeister Edgar Goedecke, Tel. 04779 – 923 131 oder per E-Mail: edgar.goedecke@nordkehdingen.de