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Krummendeich: Kritik an Parkplatz-Plänen

Der Parkplatz am Naturfreibad hat eine Verschönerung sichtlich nötig
sum. Krummendeich. Viele Bürger wünschen sich, dass der Parkplatz am Naturfreibad in Krummendeich schöner wird. Mit Hilfe des Dorferneuerungsprogramms wäre das auch möglich. Doch jetzt wurden Stimmen laut, die es lieber sehen würden, wenn die der Gemeinde zur Verfügung stehenden Mittel für die dringend erforderliche Sanierung der maroden Bürgersteige verwendet werden. In der vergangenen Woche konnten sich die Bürger noch einmal zu den Plänen äußern.

Vor mehr als einem Jahr begannen die ersten Planungen für die Dorferneuerung in Krummendeich. In einem Arbeitskreis, der „Dorfwerkstatt“, erstellten die Bürger eine „Wunschliste“ für ihre Gemeinde, auf der ganz oben der unattraktive Parkplatz am Freibad steht. Zwei Pläne für eine Umgestaltung liegen bereits vor. Die Kosten belaufen sich auf rund 200.000 Euro, von denen 70 Prozent aus öffentlichen Mitteln gefördert werden. Von dem Eigenanteil übernimmt die Samtgemeinde nochmals 12,5 Prozent, so dass die finanziell angeschlagene Gemeinde rund 45.000 Euro zu tragen hat.

Während der Gemeinderatssitzung im Juni wurden Stimmen laut, dass die 30 Jahre alten Bürgersteige im Ort es nötiger hätten erneuert zu werden als der Parkplatz. Insbesondere Joachim Sieb „outete“ sich als Gegner der Parkplatz-Verschönerung und warf auf der Bürgerversammlung den Vorwurf in die Runde: „Da wollen sich einige ein Denkmal setzen.“ Seiner Auffassung nach sollte sich die Samtgemeinde als Eigentümerin um den Platz am Freibad kümmern. „Die Bürgersteige sind so schlecht, dass ältere Bürger mit dem Rollator die Straße nutzen müssen“, erboste sich Sieb. Bürgermeisterin Christiane von der Decken machte klar, dass die Kosten hierfür den der Gemeinde zur Verfügung stehenden Betrag von 45.000 Euro um ein Vielfaches übersteigen würden. Dann müssten auch die Rücklagen der Gemeinde in Höhe von rund 150.000 Euro angefasst werden und Krummendeich wäre bald pleite, so ihre Argumentation.

Vor eine weiteren Diskussion, ob das Buch „Dorferneuerung“ geschlossen wird, bevor es richtig geöffnet wurde, wollen Christiane von der Decken und Gemeindedirektorin Erika Hatecke mit dem Amt für Landesentwicklung eine mögliche Lösung besprechen. Zwar gilt ein Bürgersteig für sich alleine als nicht förderungsfähig, verbindet er jedoch zwei das Dorf prägende Örtlichkeiten (hier: Freibad und Dorfplatz), kann der Steig vielleicht doch ins Programm aufgenommen werden. Das Ergebnis des Gesprächs, in dem auch weitere Änderungswünsche der Bürger an der Parkplatzgestaltung erörtert werden, wird im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung bekannt gegeben.