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Kuh "Berta" und viele Kinder

In diesem Jahr erhielten 22 Kindergärten aus dem Landkreis Stade die Auszeichnung in Form von Rind "Jona" (Foto: sum)

Kreisbauernverband zeichnet Kindergartenprojekte zum Thema Landwirtschaft und gesunde Ernährung aus


sum. Landkreis Stade. Viel Trubel herrschte im Stader Kreishaus: Mehr als achtzig Kinder aus 22 Kindergärten kamen kürzlich vorbei, um sich vom Stader Bauernverband das Rind „Jona“ als Auszeichnung für ihr Engagement im Bereich Landwirtschaft und gesunde Ernährung abzuholen.

Das Projekt „Transparenz schaffen“ wird von der Arbeitsgruppe des Bauernverbandes geleitet und nun schon seit über zehn Jahren regelmäßig in vielen Kindergärten durchgeführt. Ziel ist es, gemeinsam mit den Erziehern schon den ganz Kleinen die heimische Landwirtschaft und eine gesunde Ernährung nahezubringen. Die Einrichtungen bestimmen das Thema selbst und können ihre Arbeiten jeweils bis zum Sommer einreichen.

„Es ist toll zu sehen, auf welche Ideen die Kindergärten jedes Jahr kommen“, freut sich Bernd Eckhoff vom Team Öffentlichkeitsarbeit des Kreisbauernverbandes. So stand zum Beispiel bei den Kleinen aus Burweg die „Erbse“ auf dem Plan. „Wir haben Erbsen gepflanzt, beobachtet, geerntet und gegessen,“ erzählt Leiterin Ina Lehmkau-Heermann. Der Kindergarten aus Burweg ist eine der wenigen Einrichtungen, die alle zehn von Künstler Jonas Kötz aus Krautsand entworfenen tierischen Auszeichnungen erhalten haben. An der Wand „tummeln“ sich neben Rind „Jona“ auch das Schaf „Wollmann“ und die Gans „Schnatterlie“. „Für uns als ländlichen Kindergarten ist es wichtig, die Thema Landwirtschaft und Natur in den Alltag zu integrieren,“ erklärt Ina Lehmkau-Heermann.

Im nördlichsten Kindergarten im Landkreis konnten die Kinder sogar hautnah die Landwirtschaft erleben. Sie haben für ihr Projekt einen Schweinemastbetrieb in ihrem Dorf Balje besucht und gingen auf Tuchfühlung mit den rosa Ringelschwänzchen. „Auf diese Weise lernen die Kinder gleichzeitig auch ihr Dorf und ihre Heimat kennen“, berichtet Leiterin Brigitte Rauch.

Die Projektvorstellung erfolgte auf kunterbunte Art und Weise. Während einige Gruppen mit Hilfe von Fotocollagen über ihre Arbeit berichteten, malten und bastelten andere Kindergärten bunte Bilder. Ein ganz besonderes Exponat reichte die Kindertagesstätte aus Dollern ein. Aus Drahtgestell, Pappe, Tapetenkleister und Zeitung gestalteten sie die Kuh „Berta“, die so groß wurde, dass sie sogar mit dem Pferdeanhänger zum Elbe-Klinikum nach Stade gebracht werden musste. „Alle 75 Kinder unserer Einrichtung bastelten drei Wochen lang an dem Tier“, berichtet Erzieherin Martina Buddelmann.

Die Arbeiten der 22 Kindergärten sorgen zur Zeit im Eingangsbereich des Elbe-Klinikums Stade für gute Laune. Anschließend wandern sie erst in den Kornspeicher nach Freiburg und anschließend in das Familieninformationszentrum der Samtgemeinde Harsefeld.