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Kur für "Klein Hinnerk"

50 Jahre altes Helgoländer Börteboot soll im August wieder in See stechen


sum. Freiburg.
Der Winterschlaf in der Bootswerft von Rainer Hatecke in Freiburg ist vorbei. Und auch ein ganz besonderer Patient wartet darauf, wieder in See stechen zu können. Bei dem "kleinen Hinnerk" handelt es sich um ein sogenanntes Helgoländer Börteboot, das zum Hummer- und Knieperfang benutzt wurde.

So oft es die Zeit zulässt, kümmern sich der Bootsliebhaber Hatecke und seine Kollegen vom Verein zur Erhaltung alter Helgoländer Börteboote um das noch etwas trist wirkende Schiffchen. Sie haben es sich auf "die Segel" geschrieben, diese alten Arbeitsschiffe, die zum Fischen und zum Ausbooten der Helgoland-Besucher genutzt wurden, zu erhalten. Den "Störtebecker" konnte der Verein im vergangenen Jahr zu Wasser lassen. Sein kleiner Bruder soll ihm dieses Jahr folgen.

Aber bis dahin ist noch eine Menge zu tun. Bereits im Herbst wurde der gesamte Rumpf "abgebrannt" und so von den alten Lackschichten befreit. Im Bootsinneren haben die Hobby-Bootsbauer eine Grundierung aufgetragen, um zu erkennen, welche Planken noch auszubessern sind. Die alten verrosteten Plankennägel wurden durch neue ersetzt und auch die Schiffsschraube sieht nach der Säuberung von Algen schon fast wieder wie neu aus und muss jetzt nur wieder am Heck befestigt werden.

Damit "Hinnerk" dicht hält, mussten Rainer Hatecke und seine Kollegen in mühevoller Handarbeit "kalfatern", das heißt geteerten Hanf mit Kalfat-Eisen und Hammer in die zum Teil recht breiten Spalten stopfen. Anschließend spachtelten sie die Kerben mit heißem Pech, damit der Hanf nicht wieder herausspült.

Einige Male müssen sich die Männer vom Börteboote-Verein noch treffen, um den "kleinen Hinnerk" im Sommer wieder zu Wasser lassen können. Rainer Hatecke würde sich aber freuen, wenn der Stapellauf noch vor der im August stattfindenden Börteboot- Regatta vor Helgoland gelingt.