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Mirë se vini në Freiburg

Nach ihrer Flucht aus Somalia haben Hibo (v.l.), Guuleed (21), Mahamud (20) und Warda (19) in Freiburg eine neue Heimat gefunden

200 Gäste auf dem "Fest für alle" / Begrüßung auf albanisch / Kleider- und Möbelkammer in Oederquart


sum. Freiburg. Die Flucht von Warda (19), Mahamud (20), Hibo (20) und Guuleed (21) aus Somalia dauerte fast zwei Jahre und führte die beiden Ehepaare zu guter Letzt nach Nordkehdingen, wo sie zunächst in der alten Schule in Oederquart und nun in zwei Wohnungen in Freiburg untergebracht wurden. Mitte Oktober beginnen sie ein berufsvorbereitendes Jahr in Stade, um die deutsche Sprache und hoffentlich in Zukunft in Deutschland auch einen Beruf erlernen zu können.

Die vier jungen Menschen gehören zu den 90 Flüchtlingen, die in den vergangenen Monaten in Nordkehdingen eine neue Heimat gefunden haben und nun gemeinsam mit rund 200 Gästen ein „Fest für alle“ auf dem Schützenplatz in Freiburg feierten.

Während Erika Hatecke von der Samtgemeinde Nordkehdingen die Begrüßung auf deutsch vornahm, übersetzen der seit 1988 in Freiburg lebende Blerim Duday und die 16-jährige Amela Huskic die Ansprache auf albanisch sowie bosnisch/serbisch.

Die drei Redner berichteten abwechselnd, dass die Flüchtlinge in Nordkehdingen dank zahlreicher Spenden mit Kleidung, Fahrrädern und Möbeln ausgestattet werden konnten. Sie wiesen darauf hin, dass in der alten Schule in Oederquart eine Kleider- und Möbelkammer eingerichtet wurde, die zukünftig jeweils am Dienstag von 9 bis 11 und am Donnerstag von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist. Außerdem erhalten alle Neuankömmlinge die Möglichkeit, die Angebote des Sportvereins Freiburg für ein Jahr kostenlos zu nutzen.

„Wir haben schon vieles geschafft“, berichtete Erika Hatecke und bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern, die den Asylsuchenden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie wies aber auch darauf hin, dass der Ansturm noch lange nicht vorbei sei: „Es werden weitere Flüchtlingsfamilien in Nordkehdingen unterzubringen sein.“ Daher ist die Samtgemeinde auf weitere Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Insbesondere werden Fahrräder für Erwachsene und Kinder sowie Kindersitze benötigt. Außerdem ist die Samtgemeinde dringend auf der Suche nach einem Pampers-Sponsor.