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Mit dem Fahrrad auf Demo-Tour

Mit lautem Klingeln verabschiedeten sich die "Tour de Natur"-Teilnehmer nach ihrem Zwischenstopp im Flecken Freiburg (Foto: sum)

Mehr als 160 "Tour de Natur"-Teilnehmer radelten von Groningen (Niederlande) nach Kiel / Strecke führte auch durch Nordkehdingen


sum. Freiburg. Mit lautem Klingeln kündigten mehr als 160 friedliche Demo-Radler ihre Ankunft in Freiburg an der Elbe an. Viele von ihnen hatten zu diesem Zeitpunkt schon über 300 Kilometer und 10 Tage Fahrradsattel hinter sich. Trotzdem waren die Teilnehmer der „Tour de Natur“ gut gelaunt und bauten vor der Flecken-Kirchen spontan eine kleine Bühne auf und sangen gemeinsam ein umgedichtetes Lied gegen die Atomkraft.

Die erste „Tour de Natur“ organisierte die Initiative „Grüne Liga Dresden“ vor 25 Jahren, um auf friedliche Art und Weise gegen die Thüringer Wald-Autobahn zu demonstrieren. Seitdem treten die Demo-Radler jährlich zwei Wochen lang in die Pedale, um sich für den Schutz der Umwelt einzusetzen. Dieses Jahr hat es die Gruppe zum ersten Mal in den hohen Norden verschlagen. Die Tour startete am 23. Juli in Groningen/Niederlande und führte über Papenburg und Brake nach Cuxhaven und von dort am Elbdeich entlang in Richtung Freiburg und schließlich nach Wischhafen. Nach einer Übernachtung in der dortigen Grundschule schipperte die Elbfähre die Truppe am vergangenen Mittwoch weiter nach Glückstadt. Am heutigen Samstag endet die Tour ín Kiel.

Insgesamt 500 Kilometer waren die radelnden Demonstranten dann unterwegs, wobei der Jüngste gerade mal acht Monate und der Älteste schon weiter über 80 Jahre zählte. Manche sind wie Frank Vogelsteller aus Leipzig schon „alte Hasen“ und treten aus Überzeugung in die Pedale. Eine Mutter und ihr siebenjähriger Sohn aus dem Wendland gehören zu den Newcomern und verbringen auf diese naturnahe Art ihren Urlaub. Ein „Zusteigen“ war immer möglich. So reisten Stefan Herzog und Sylvia Roth aus Lindau am Bodensee mit dem Zug nach Cuxhaven und schlossen sich dort der Gruppe an.

Neben dem „In-die-Pedale-treten“ standen zahlreiche Aktionen, Workshops und Vorträge zum Thema nachhaltige Verkehrspolitik und Lebensweise auf dem Programm. Zwei Wochen lang ernährten sich alle Teilnehmer ausschließlich vegan. Sie diskutierten über das Pro und Contra der A20, erörterten das Thema Deichsicherheit, wurden über die Bedeutung der Moorgebiete informiert und lauschten in Krummendeich mit einem kritischen Blick auf das Atomkraft Brunsbüttel den Ausführungen der Aktiven gegen das geplante Kohlekraftwerk in Stade.