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Niedliche Europameister zum Kuscheln

Uwe Mader ist stolz auf seinen kleinen Europameister mit dem reinweißen Fell und den leuchtend roten Augen (Foto: sum)

Uwe Mader aus Oederquart züchtet mit Begeisterung und Erfolg Neuseeländer-Kaninchen / "Bin jeden Tag zwei Stunden bei meinen Tieren"


sum. Oederquart. Dieser Europameister wiegt gerade mal fünf Kilogramm, hat kurze Ohren, ein strahlend weißes Fell, leuchtend rote Augen und freut sich besonders, wenn er eine Möhre zu futtern bekommt.

Uwe Mader (61) aus Oederquart züchtet seit 16 Jahren Neuseeländer-Kaninchen, eine echte Albinorasse, die nach dem zweiten Weltkrieg zunächst als Bratenlieferant durch Deutschlands Ställe hoppelte und Anfang der sechziger Jahre als Zuchtrasse anerkannt wurde. Auf einer Ausstellung in Bützfleth entdeckte der verheiratete Heizungsbauer die weißen Kuscheltiere, die gar nicht aus Neuseeland, sondern aus Kalifornien stammen. Für den frisch gebackenen Opa war damals sofort klar: „Die oder keine.“ Nach dem Ende seiner aktiven Fußballlaufbahn konzentrierte sich Uwe Mader voll und ganz auf die Züchtung der kurzohrigen Rasse.

Mittlerweile hoppeln jeden Sommer bis zu sechzig Tiere durch die selbstgezimmerten Ställe. „Nach Feierabend verbringe ich jeden Tag mindestens zwei Stunden bei meinen Tieren,“ erklärt der Hobbyzüchter. Neben dem Ausmisten und Füttern gehört auch die Vorbereitung auf die Wettkämpfe zu seinen Aufgaben. Auf einem im Schuppen dafür errichteten Wertungstisch lernen die rund fünf Kilo schweren Kuschelhasen, wie man sich den Preisrichtern perfekt präsentiert.

Die Arbeit lohnt sich: Vor kurzem kürten die Wertungsrichter vier seiner reinweißen Neuseeländer in Metz/Frankreich als Gruppe zu Europameistern. Das ist in Zuchtkreisen die höchste Auszeichnung, die nur alle drei Jahre verliehen wird. In den sieben Kategorien Gewicht, Farbe, Körperform, Fell, Kopf, Ohren und Pflegezustand wurden drei aus dem "Mader-Team" mit 97 von 100 möglichen Punkten als „vorzüglich“ eingestuft. Der vierte im Bunde erreichte nur einen halben Punkt weniger und gilt somit als "hervorragend". „Das macht einen schon richtig stolz,“ berichtet Uwe Mader, der auch selbst als Wertungsrichter gefragt ist.

Von der Europameisterschaft ist nur Nummer 152 - Namen gibt der Züchter seinen Tieren grundsätzlich nie - wieder nach Oederquart zurückgekehrt. Die anderen drei Sieger hat Uwe Mader noch auf der Ausstellung in Frankreich verkauft.

In rund einem Monat werden sich Maders Ställe wieder in neuseeländische Kindergärten verwandeln, wenn seine sieben Häsinen Nachwuchs bekommen. Und vielleicht hoppelt schon bald der nächste kuschelige Europameister bei Uwe Mader herum.