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"Oderik" zieht nach Oederquart

Insa Kühlcke-Schmoldt und Agnes von der Decken haben einen "Oderik" für Oederquart entwickelt

Sichtbare Ergebnisse der Dorfentwicklung im kommenden Jahr / Zukunft der alten Schule ungewiss


sum Oederquart. Herr „Oderik“ wird demnächst nach Oederquart ziehen. Der Entwurf von von Insa Kühlcke-Schmoldt (26) und Agnes von der Decken (26) für eine Dorf-Figur überzeugte alle.

Das Dorfentwicklungsprogramm in Oederquart hat an Fahrt aufgenommen. „Es passiert was, auch wenn man es noch nicht sieht,“ erklärte Valerie Stephanie vom Planungsbüro IPG den fast fünfzig Zuhörern der Informationsveranstaltung im Witts Gasthof zur Post. Mehr als ein Dutzend Maßnahmen haben die Planer im vergangenen Jahr gemeinsam mit den Bürgern ausgearbeitet. Einige Projekte, wie beispielsweise das gemeinsame Wohnen von Alt und Jung, die interkommunale Wohnbörse oder das Marketing für die Gemeinde sollen auf höherer Ebene im Regionalen Entwicklungskonzept Kehdingen-Oste aufgenommen und somit aus dem EU-Förderungtopf „LEADER“ finanziell unterstützt werden.

Zu den im kommenden Jahr umsetzbaren Maßnahmen gehören der Neubau des Feuerwehrgerätehauses und die Sanierung der Mehrzweckhalle. Um 2016 auch die Errichtung eines touristischen Informationssystems in Form von anthrazitfarbenen Metallplatten und die Neugestaltung des Marktplatzes mit Sitzmauer, einheitlicher Pflasterung, Beleuchtung und Bepflanzung vornehmen zu können, will das Planungsbüro die Förderanträge noch bis zum 30. September beim Amt für regionale Landesentwicklung einreichen.

Nicht umsetzbar ist die von vielen Bürgern gewünschte Friedens-Eiche auf der Verkehrsinsel am Marktplatz. Hier sieht das Planungsbüro lediglich eine Staudenbepflanzung vor. Was aus der alten Schule wird, bleibt zurzeit ebenfalls unklar. Angedacht war der Umbau zu einem Gemeinschaftszentrum mit ambulanter Senioren-, Kleinkinder- und Hausaufgabenbetreuung, Bücherei, Café und zwei Spielplätzen. "Im Moment wird das Haus aber dringend für die Unterbringung von zwei Flüchtlingspaaren und zur Lagerung von Kleidern und Möbeln benötigt“, erklärte Valerie Stephanie. Sie regte daher an, auch die Zukunft der Schule in der am 10. Oktober, von 10 bis 16 Uhr im Gemeindehaus stattfindenden Dorfwerkstatt nochmals zu überdenken.

Ein erstes sichtbares Ergebnisse konnte das Planungsbüro schließlich mit dem von Insa Kühlcke-Schmoldt und Agnes von der Decken gestalteten „Oderik“ präsentieren. In einem Gemeinde-Wettbewerb hat die Idee der beiden Studentinnen aus Oederquart gewonnen. Ihr markant wirkender Ur-Oederquarter mit Schlapphut und Dreitagebart wird aus Holz geschnitzt in Zukunft an verschiedenen Orten in Oederquart seinen Platz finden und die Besucher im Dorf "abseits der Wege" willkommen heißen.