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Rettungswachen in Kehdingen bleiben

Für das Rettungsfahrzeug in Freiburg muss eine Garage direkt neben der Wache gebaut werden (Foto: sum)

Neue Bleibe in Drochtersen gesucht / Freiburg muss eine Garage bauen


sum. Kehdingen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist erleichtert. Beide Rettungswachen-Standorte in Kehdingen bleiben erhalten. Das ergab ein vom Landkreis Stade in Auftrag gegebenes Gutachten für die zukünftige Bedarfsplanung des Rettungsdienstes im Kreis.

Wie das WOCHENBLATT berichtete, musste der Landkreis den Veränderungen im Rettungsdienst Rechnung tragen und eine neue Bedarfsermittlung vornehmen. Hierbei wurden die einzelnen Standorte unter die Lupe genommen. Auch die Rettungswachen in Drochtersen und Freiburg waren von dieser Untersuchung betroffen. Der DRK fürchtete eine Zusammenlegung beider Standorte. Doch diese Sorge ist unberechtigt, beide Wachen bleiben bestehen.

Dennoch ist der DRK für Drochtersen auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Das hängt jedoch mit der Beendigung des Mietvertrages über die jetzigen Räume durch den DRK zusammen, der das nebenan liegende Seniorenheim erweitern möchte. „Doch wir müssen nicht sofort ausziehen“, erklärt Rettungsdienstleiter Martin Lobin, „bis eine geeignete Immobilie oder ein Platz für eine neue Rettungswache gefunden ist, dürfen wir bleiben.“ Einen optimalen Standort für eine neue Wache sieht das eingeholte Gutachten im Bereich der Drochterser Straße/Ecke Alter Hof. Dabei handelt es sich jedoch um einen fiktiv ermittelten Standort. „Es gibt einen Radius von 500 Metern, den wir einhalten sollten“, erklärt Lobin.

Aufgrund steigender Einsatzzahlen soll Drochersen in Zukunft auch außerhalb der Nachtstunden mit zwei Rettungswagen betrieben werden. Bislang ist tagsüber nur ein Krankenwagen vor Ort statoniert. Erst nachts kommt ein zweiter aus Himmelpforten hinzu, da die dortige Wache nur zwischen sieben und 23 Uhr besetzt ist. Auch das soll sich nach dem Gutachten ändern, in dem für Himmelpforten eine Besetzung der Rettungswache zukünftig für 24 Stunden täglich empfohlen wird.

Problematisch stellt das Gutachten die derzeitige Situation in Freiburg dar. Dort ist der Rettungswagen rund 200 Meter vom Wachgebäude entfernt untergebracht. Somit ist die vorgesehene Ausrückzeit von einer Minute nicht einzuhalten. Das Gutachten empfiehlt dringend die Errichtung einer Fahrzeughalle direkt neben der Wache.

Das neue Konzept soll zwischen 2018 und 2023 landkreisweit umgesetzt werden.