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Schlaraffenland Unterelbe

An den Kleientnahmestellen für den Freiburger Ringdeich fühlt sich der Säbelschnäbler zu Hause (Foto: Silke Umland)

Gerd-Michael Heinze hält Vortrag über die Vogelwelt in Kehdingen


sum/jd. Balje.Als Brutgebiet und Winterquartier für zahlreiche Vogelarten ist Kehdingen von internationaler Bedeutung in Sachen Vogelschutz. Wie berichtet, wird allerdings über die Form der Unterschutzstellung gestritten.

Dass die Region an der Elbe zu Recht als Vogelschutzgebiet von europäischem Rang eingestuft wird, zeigte kürzlich ein Vortrag des Vogelkundlers Gerd-Michael Heinze aus Osten. Auf Einladung des Fördervereins "Alter Baljer Leuchtturm" informierte der Mitarbeiter der Naturschutzstation Freiburg im Gasthaus Zwei Linden in Balje einen Fotovortrag über die gefiederten Kurzbesucher und Dauercamper.

Dass sich im Laufe des Jahres rund 160 Vogelarten an der Elbe in Kehdingen blicken lassen, erstaunte die weit mehr als 50 Gäste. Rund die Hälfte nutzt die feuchten Grünlandflächen und das nahrungsreiche Schlaraffenland Wattgebiet als Kinderstube. So fühlt sich zur Zeit der Säbelschnäbler an den Kleientnahmelöchern für den Ringdeich in Freiburg zu Hause. Und auch am alten Baljer Leuchtturm gibt es zahlreiche Federtiere zu beobachten. Ob es der Turmfalke ist, der am Leuchtturm seine Brutstätte hat, die elegante Rohrweihe, die im Schilf brütet oder das singtalentierte Blaukehlchen: Bei einem ab dem 2. Juli wieder möglichen Besuch des Baljer Leuchtturms sollte man den Blick von der Elbe unbedingt auch ins Landesinnere wandern lassen.