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Schnabel halten, sonst rollen Köpfe!

Kräht der Hahn, freuen sich zwar die Hühner, aber nicht unbedingt die Nachbarn

Kurzer Prozess nach Nachbarschaftszoff: Laute Hähne landen in der Backröhre

sum. Kehdingen. "Ihr Hahn kräht zu laut!": Der älteste Nachbarschaftsstreit, der weltweit wohl in Tausenden Dörfern tobt, nahm jüngst in Wischhafen im Land Kehdingen eine seltene Wendung: Der Weg der Krachmacher führte direkt auf die Schlachtbank.

Vor Kurzem bekam die Hühnerschar von Willi P.* und Hansi T.* aus Wischhafen männliche Verstärkung. Die Gockel "Sigmund" und "Fridolin" zogen ins Gehege ein und machten seitdem jeden Morgen ab vier Uhr ihre Hennen stundenlang und lautstark auf sich aufmerksam.

Die Hühner störte das tönende Balzgehabe weniger, die Nachbarn um so mehr. „Bei offenem Fenster schlafen, war unmöglich", erklärt der genervte Anwohner Rudi Z.*. Sein Grundstück liegt direkt neben dem von Willi P. und Hansi T. Der lärmgeplagte Rudi Z. hatte auch tagsüber im Wohnzimmer und auf der Terrasse keine Ruhe vor dem Geschrei des männlichen Federviehs.

Er und weitere Anwohner informierten sich über ihre Rechte und machten den Gockel-Haltern klar, dass auch Hähne in ihrem Wohngebiet die Nachtruhe einzuhalten hätten. Während andernorts in Deutschland Konflikte um Hahnengeschrei oft lange währen und nicht selten vor Gericht enden, waren sich die Streithähne im Dörfchen Wischhafen nach einem kurzen und heftigen Zoff einig: Es müssen Köpfe rollen.

Das Ende von "Sigmund" und "Fridolin" war besiegelt. Ihre Besitzer führten sie zur Schlachtbank und bereitetem dem Krach ein Ende. Jetzt haben die Nachbarn wieder Ruhe und Willi P. und Hansi T. zwei leckere Hähnchen im Backofen.

*Namen von der Redaktion geändert