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Schönheitskur für den Kirchplatz

Aus dem grauen und tristen Platz vor der Kirche in Balje soll ein schöner Ort zum Zusammenkommen werden

Ort des Zusammenkommens: Gemeinde Balje lotet Fördermöglichkeiten aus

sum. Balje. Der große Platz vor der Kirche in Balje wirkt grau und öde. Wenn es regnet, stehen überall große Pfützen, weil die Entwässerung marode ist. Und wer nicht aufpasst, stolpert über das versackte Pflaster. Doch das soll bald ein Ende haben. Aus dem tristen Kirchplatz soll ein Ort des Zusammenkommens entstehen. Das ist das Ziel, das die Gemeinde Balje bereits seit sechs Jahren verfolgt. Jetzt liegen die ersten Pläne für eine Umsetzung der Ideen vor, die das Ingenieurbüro Galla kürzlich rund 40 interessierten Bürgern vorstellte.

„Bei den Planungen müssen wir die Belange der Anwohner, Betriebe, Kirche und Feuerwehr beachten“, erläuterte Bürgermeister Hermann Bösch den Gästen. Daher soll der Platz als Fläche erhalten bleiben, damit dort auch weiterhin Veranstaltungen wie beispielsweise der Weihnachtsmarkt stattfinden können. Aber schöner soll er werden. Nach den derzeitigen Vorstellungen wird in der Platzmitte ein Baum gepflanzt, das Pflaster farblich gestaltet und um den Platz herum ein barrierefreier Fußweg mit entsprechenden Absenkungen und Elementen für Sehbehinderte entstehen. Für rund 20 Autos soll es zukünftig 2,90 Meter breite Parkplätze geben, wobei sich die Anwesenden noch nicht einig waren, ob die Plätze gerade oder doch lieber schräg angebracht werden, um das Ausparken zu erleichtern.

Touristische Hinweisschilder und ein Getränkeautomat für durstige Radfahrer soll es ebenso geben wie eine Sitzgelegenheit zum Ausruhen. „Doch der Blick auf die Kirche bleibt bitte frei“, wünschte sich eine Anwohnerin.

Rund 370.000 Euro wird das Projekt kosten. „Alleine können wir das nicht stemmen“, machte Hermann Bösch klar und hofft auf eine Förderung. Auf WOCHENBLATT-Rückfrage erklärte Samtgemeindebürogermeister Edgar Goedecke, dass die Aktionsgruppe LEADER Kedhingen-Oste sich in der vergangenen Woche grundsätzlich für eine Förderung ausgesprochen hat. Es gibt jedoch noch Klärungsbedarf bezüglich der geplanten Pflasterung, die so gestaltet werden muss, dass der historische Platz auch zukünftig seinen historischen Charakter behält.