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„Straßenkampf“ mit zwei Kugeln

Einsatz mit dem "Kraber"

Friesische Sportart gibt es in Kehdingen nur einmal


sum. Hüll. Wenn Vereinsvorsitzende Franziska Stüven und ihre Mannschaft zum Straßenkampf antreten, bewaffnen sie sich mit einem mit Verpflegung gut gefüllten Bollerwagen, zwei Gummikugeln und einem Besenstiel mit Eisenkorb.

Der Boßelclub "Feuchte Kugel", der schon vor 32 Jahren gegründet wurde, kann sich in Kehdingen immer noch als einzigartig bezeichnen. Da es in dieser Region bis heute keine weitere Kugelwurf-Mannschaft gibt, müssen die derzeit 22 Mitglieder zum Kampf regelmäßig in die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten ziehen. Dort treten sie unter anderem gegen die Boßler aus Blumenthal, Breitenwisch oder ihrem Freundschaftsverein aus Bossel an.

Beim sogenannten Straßenboßeln versucht die Mannschaft, bei Wind und Wetter mit den wenigsten Würfen eine Kugel eine mehrere Kilometer lange Strecke entlang zu lotsen, ohne diese in einem der vielen Straßengräben zu versenken. Denn dann müssen die Sucher ran, um mit dem an einem Besenstieg befestigten Eisenkorb, dem sogenannten "Kraber", die Kugel im Graben zu erspüren und zu bergen. "Das kann bei den tieferen Gräben schon eine Weile dauern, sodass ein mit Speis' und Trank gut gefüllter Bollerwagen nie fehlen darf", sagt Franziska Stüven, die vor zwei Jahren den Vorsitz des Vereins übernommen hat. Sie erklärt, dass es bei diesen Wettkämpfen eher weniger um das Siegen, als um den Spaß geht.

Ein ganz besonderer Höhepunkt für die "feuchten Kugler" ist das am kommenden Samstag von ihnen wieder organisierte Boßelturnier in der eigenen Heimat. Jedes Jahr treten rund 25 Mannschaften der verschiedenen Vereine und Gruppen aus Hüll und den umliegenden Dörfern gegeneinander an, um gut gelaunt und mit viel Durst die Kugeln durch das Dorf zu befördern und anschließend gemeinsam zu feiern.

• Kontakt: Franziska Stüven, Telefon: 04775 – 8142 (sum).