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Überraschende Auszeichnung

Volker von Bargen (li.) und Dieter Hinsch erhielten völlig überraschend die Ehrennadel der Gemeinde Wischhafen (Foto: sum)

Ehrennadel der Gemeinde Wischhafen für Volker von Bargen und Dieter Hinsch


sum. Wischhafen. Sie teilen sich vieles: Den Ururgroßvater väterlicherseits, die Leidenschaft für die Schifffahrt und jetzt auch die Auszeichnung für ihr ehrenamtliches Engagement. Während der Saisoneröffnungsfeier des Kehdinger Küstenschifffahrts-Museums am Ostermontag erhielten Dieter Hinsch 62) und Volker von Bargen (72) völlig überraschend die Ehrennadel der Gemeinde Wischhafen.
In seiner Laudatio würdigte Bürgermeister Bernd Tietje die beiden „Wischhafener Jungs“ für ihr Wirken in der Gemeinde. Volker von Bargen und Dieter Hinsch sind seit vielen Jahren maßgeblich daran beteiligt, dass die Ortsdurchfahrt vor Weihnachten mit leuchtenden Tannenbäumen und im Sommer mit bunten Flaggen geschmückt wird. Bereits sechs Mal organisierten die Männer das schon legendäre Hafenfest und lockten viele Traditions-Schiffe nach Wischhafen. Auch der Weihnachtsmarkt sowie der Laternenumzug gehen auf ihre Kappe. Während Dieter Hinsch neben seiner Arbeit als Geschäftsführer eines Fruchthandelbetriebs über drei Jahrzehnte im Vorstand des Yachtclubs agierte, wacht der ehemalige Geschäftsinhaber Volker von Bargen bis heute als Hafenmeister über das Geschehen an der Süderelbe.
Aber ihr gemeinsames „Baby“ ist und bleibt das Küstenschiffahrts-Museum, das zufälligerweise genau zwischen ihren beiden Wohnhäusern steht. Dieter Hinsch hatte die erste Idee zur Umgestaltung der im Familienbesitz stehenden ehemaligen Mühle. Nach einem Museums-Probelauf im Jahr 1993 mit mehr 1.000 Besuchern gab es für die beiden „theoretischen Seebären“ kein Halten mehr. Nur ein Jahr später öffneten sie die Museumstüren zum ersten Mal offiziell und empfangen seitdem jeden Sommer mehr als 3.000 Besucher. Als Vorstands-Doppel leiten sie nicht nur das Museum, sondern auch den Förderverein „Freunde des Kehdinger Küstenschiffahrtsmuesums“ mit mehr als 360 Mitgliedern.
Doch die beiden Freunde stellen einstimmig fest: „Das alles wäre ohne unsere Frauen und die vielen ehrenamtlichen Helfer überhaupt nicht zu schaffen. Alleine können wir das Museum schließlich nicht führen.“