Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Wieder Deich-Zoff: Alles bleibt in Freiburg wie es ist

Antrag des Ex-Bürgermeisters auf Bau eines Rodelhügels abgelehnt


sum. Freiburg. Einen Hügel zum Rodeln im Winter und zum Picknicken im Sommer, das hätte sich Ex-Bürgermeister Detlef Hammann aus Freiburg für den Innenbereich des Ringdeichs gewünscht. Doch diese Bitte wurde ihm nach eigenen Angaben vom Deichverband rigoros verwehrt.

Es sieht so aus, als hätte nicht nur der Bürgermeister aus Horneburg seinen lieben Ärger mit dem Deichverband (das WOCHENBLATT berichtete). Im letzten Herbst, als die Bauarbeiten zum Ringdeich in Freiburg nahezu erledigt waren, beobachtete Detlef Hammann, damals noch amtierender Bürgermeister des Fleckens, wie die Baufahrzeuge weiterhin Klei-Erde als Depot in den Innendeich transportierten. Hammann schwebte vor, diesen Aushub aufzuschieben und daraus einen Rodelhügel zu formen. Auf den Deichen rund um Freiburg ist seiner Meinung nach das Schlittenfahren unmöglich: „Entweder fahren die Kinder in den Entwässerungsgraben am Deichfuß oder gegen Zäune.“

„Warum also nicht im Innendeich einen Hügel schaffen?“ dachte sich der Therapeut und trat mit seiner Vorstellung an Hauke Meier, Geschäftsführer des Deichverbandes Kehdingen-Oste. „Doch der wollte das einfach nicht“, berichtete Detlef Hammann. Ihm wurde erklärt, dass ein solcher Hügel nicht landschaftstypisch sei und außerdem der Schäfer damit nicht einverstanden sei. „Doch der Schäfer hätte damit gar keine Probleme“, erklärt Hammann, der nach eigenen Angaben nach einem weiteren Veto durch den Deichverband den Bauleuten vor Ort in seiner Funktion als Bürgermeister „befohlen“ habe, einen Rodelhügel aufzufahren: „Doch auch das hat Hauke Meier boykottiert.“

Auf Rückfrage bestätigte Oberdeichgraf Gunter Armonat dem WOCHENBLATT zwar das damalige Anliegen des Ex-Bürgermeisters. Eine ablehnende Äußerung sei jedoch nicht erfolgt. Vielmehr wurde Hammann auf den Schriftweg verwiesen. Die Anlage des Klei-Depots erfolgte planmäßig auf die jetzige Art und Weise, um die Herstellungs- und auch die zukünftigen Unterhaltungskosten niedrig zu halten. Diese Handlungsweise entspricht nach Auffassung des Deichverbandes der Forderung nach einem sparsamen Umgang mit öffentlichen Mitteln.

Zum Schluss merkte der Oberdeichgraf wörtlich an: „Das Projekt Rodelhügel scheint der Gedankenwelt von Herrn Hammann zu entstammen. Er möge das Projekt doch zunächst dem Flecken Freiburg vorstellen und dabei auch die Kostenfrage klären“.