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Wischhafen: Anwohner fordern Ampel

Wischhafen: 2018 beginnt dritter Bundesstraßenbauabschnitt / Nur eine Mittelinsel als Querungshilfe


sum. Wischhafen. Die Anwohner im südlichen Wischhafen wünschen sich mehr Sicherheit beim Überqueren der Stader Straße zum Erreichen der Apotheke und des Penny Marktes. Am liebsten hätten sie eine Ampelanlage.

Christa Heinbokel und Falk Salomon von der Niedersächsischen Straßenbaubehörde in Stade erläuterten den rund 20 Zuhörern auf einer Einwohnerversammlung in Wischhafen den Planungsstand zum dritten Bauabschnitt der Bundesstraße 495 in südlichen Ortsteil. Auf einer Strecke von rund 500 Metern zwischen der Stader Straße 134/151 bis zur Einmündung Ziegelstraße am südlichen Ortseingang gibt es im Laufe des Jahres 2018 eine sanierte Straße mit einem breiteren Rad- und Gehweg auf der westlichen und einem sanierten Gehweg auf der östlichen Seite. Barrierefreie Bushaltestellen und weniger aber dafür breitere Seitenparkstreifen stehen ebenfalls auf dem Plan.

Zwischen der Neulander Flethbrücke und der Einmündung Ziegelstraße ist darüber hinaus eine gerade mal 2,50 Meter breite Mittelinsel geplant. Sie soll als Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer dienen, die zum Penny-Markt, zur Apotheke oder zum Arzt wollen. Das ist zur Zeit nur mit Mühe möglich. Zwar steht das Ortsschild rund 250 Meter vor dem Kreuzungsbereich. Dennoch haben viele Autofahrer aus Richtung Drochtersen gerne noch mal 70 km/h auf dem Tacho. „Aus Richtung Elbfähre wird schon in Höhe unserer Bäckerei Gas gegeben,“ weiß Junior-Chef Jens Lünstedt. Und auch Apotheken-Inhaberin Anke Friesen-Schulz beobachtet regelmäßig, dass insbesondere Kinder, Rollstuhlfahrer oder ältere Menschen mit Rollator Angst vor der Überquerung der Straße haben. Radfahrer, die nicht gerade aus dem Wohngebiet auf der gegenüberliegenden Straßenseite kommen, kreuzen schon in der Ortsmitte die B495 und fahren auf der falschen Straßenseite weiter, um zum Discounter zu gelangen.

„Es muss eine Ampel her“, erklärt Frauke Breier, „und das schon seit dreißig Jahren.“ Das sehen auch viele ihrer Nachbarn so. Doch weder eine Ampel noch ein Zebrastreifen kommen nach Auskunft von Gemeindedirektor Edgar Goedecke derzeit in Betracht: „Einen Zebrastreifen lässt die Straßenverkehrsbehörde im ländlichen Raum nicht zu.“ Und für eine Ampel gibt nach aktuellen Zählungen nicht genug Autos sowie querende Fahrradfahrer und Fußgänger. „Ganz klar,“ erklärt Thomas Funcke, „hier traut sich ja auch keiner über die Straße.“ Daher reicht es den Anwohnern auch nicht, dass die Sachlage nach der Sanierung und dem Inselbau in ein paar Jahren noch mal geprüft wird. “Wenn die Ampel jetzt nicht kommt, kommt sie gar nicht“, ist sich Thomas Funcke sicher. Da sie das Ergebnis der Einwohnerversammlung in diesem Punkt nicht überzeugte, überlegen die Anwohner jetzt, eine Bürgerinitiative zu gründen. Anke Friesen-Schulz ist sich sicher: „Bei uns in der Apotheke würde eine Unterschriftenliste sofort voll werden.“