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Zwei „tolle Hechte"

Jörg Petersen engagiert sich leidenschaftlich gerne für seine Heimat in Nordkehdingen
 
Ein Naturbursche durch und durch: Gerd-Michael Heinze

Jörg Petersen und Gerd-Michael Heinze erhalten den „Goldenen Hecht“ für ehrenamtliches Engagement

sum. Freiburg. Sie sind Männer mit unterschiedlichen Hobbys und Interessen und haben doch etwas gemeinsam: Jörg Petersen (65) und Gerd-Michael Heinze (55) sind vor Kurzem mit dem „Goldenen Hecht“ ausgezeichnet worden. Diesen auch als „Oste-Oscar“ bezeichneten Preis vergibt die Arbeitsgemeinschaft Osteland einmal jährlich an besonders engagierte Ehrenamtliche aus der Region.

In der Nähe von Neumünster/Schleswig-Holstein geboren, zog es Jörg Petersen zunächst zum Lehramtsstudium nach Hamburg und Göttingen. Mit seiner Ehefrau Ursula im Gepäck kam er schließlich vor vierzig Jahren nach Freiburg, um eine Stelle an der Haupt- und Realschule anzutreten. Das Ehepaar verliebte sich in Nordkehdingen und beschloss hierzubleiben.

Bis zur Übernahme der Schulleiterposition im Januar 2000 war Jörg Petersen fast zwanzig Jahre in der Kommunalpolitik tätig. Mitte der neunziger Jahre erschuf er gemeinsam mit vielen Helfern im Rahmen eines Schulprojektes das mittelalterliche Modelldorf „Op de Hörn“ in Balje. Zusammen mit seinen Lehrerkollegen entwickelte er an „seiner Schule“ das "Freiburger Modell", dem Vorreiter für die heutige Oberschule. Und auch an der Rettung des "Historischen Kornspeichers" in Freiburg war der pensionierte Lehrer maßgeblich beteiligt. Für diesen ambitionierten Einsatz wurde Jörg Petersen mit dem "Goldenen Hecht" im Bereich "Heimatpflege" ausgezeichnet.

Für den "Naturschutz" ist Gerd-Michael Heinze mit dem "Oste-Oscar" geehrt worden. Der Technische Angestellte der Naturschutzstation Unterelbe in Freiburg wohnt zwar in Osten, ist aber sowohl beruflich als auch ehrenamtlich oft und gerne in Kehdingen unterwegs.

Schon früh war für den Fan von Bernhard Grzimek und Heinz Sielmann klar, dass er Biologe wird. Nach Beendigung des Biologie- und Geographie-Studiums in Hamburg hat Gerd-Michael Heinze 1993 seine Arbeit in der Naturschutzstation in Freiburg aufgenommen. Zwischendurch hat er zwar als Artenschutzreferent am Niedersächsischen Umweltministerium gearbeitet, ließ sich nach sechs Jahren aber 2010 wieder an die Elbe zurückversetzen und erklärt: „Ich brauche die Arbeit in der Natur."

Auch mit Ehefrau Heidi tummelt sich der Hobby-Ornithologe in seiner Freizeit zwischen Elbe und Oste herum, um die Natur zu erforschen. Insbesondere die Libellen aus der Region haben es ihm angetan. Schon seit seiner Studienzeit kartiert und dokumentiert er diese kleinen Flattermänner und hat schon manch seltenes Exemplar vor seine Kameralinse bekommen.

Sein umfangreiches Wissen gibt Gerd-Michael Heinze sowohl während der Arbeit, als auch ehrenamtlich in Vorträgen und Fotoausstellungen weiter. Unter anderem leitet er regelmäßig Führungen mit dem in Nordkehdingen stationierten „Vogelkieker-Bus“. "Ich liebe es, den Menschen die Natur nahezubringen", erklärt der Biologe.

Zwei Männer mit unterschiedlichen Geschichten und doch noch einer Gemeinsamkeit: Beide Ehefrauen sind stolz, mit einem "tollen Hecht" verheiratet zu sein.