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Böschung rutscht in die Kuhle ab

Auf einer Länge von 60 Metern muss die Böschung auf Höhe Elbdeich-West 43 dringend gesichert werden, um einen Abbruch in die Kuhle zu verhindern (Foto: sum)

Balje: Kostspielige Sanierung beschlossen


sum. Balje. Im Bereich Elbdeich-West 43 in Balje droht die Straßenböschung in die danebenliegende Kuhle zu stürzen. Um den Deichverteidigungsweg zu „retten“, beschloss der Samtgemeindeausschuss die dringend erforderliche Sanierung auf einer Länge von insgesamt 60 Metern.

Die als Überbleibsel der Sturmfluten Anfang des 18. Jahrhunderts entstandenen Kuhlen in Balje sorgen in letzter Zeit immer wieder für Probleme. Bereits vor zwei Jahren musste die Samtgemeinde das Straßenufer an einem solchen See für 60.000 Euro befestigen lassen. Und auch die Böschung in der jetzt betroffenen Kurve an der schmalen Verbindungsstraße zwischen Balje und Krummendeich steht schon länger unter Beobachtung des Bauhofes und des Gemeinderats. Durch die Verlegung von Versorgungsleitungen in den gerade mal einen Meter breiten Bereich zwischen Straße und Kuhle hat die Stabilität stark gelitten. Das abfallende Profil, die immerwährende Nässe durch die Deichentwässerung sowie der Verkehr mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen und anliefernden Lkw haben ihr Übriges getan.

„Im letzten halben Jahr verschlechterte sich die Lage deutlich“, erklärte Bürgermeister Hermann Bösch auf Rückfrage. Eine Sanierung ist daher unumgänglich. Ein einfaches „Stacken“ mit Holz- oder Kunststoffpflöcken genügt hier aber nicht, da diese Befestigung sofort wieder in die Kuhle gedrückt werden würde. Der Samtgemeindeausschuss beschloss daher, dass der gesamte Kurvenbereich entlang der Böschung auf einer Länge von 60 Meter mit einer acht Meter tiefen Stahlspundwand befestigt wird. Hierfür entstehen der Samtgemeinde Kosten in Höhe von 100.000 Euro. Eine Beteiligung des nicht in Balje lebenden Eigentümers der Kuhle wurde zwar geprüft, kommt aber nach Auskunft von Samtgemeinde-Mitarbeiter Ernst Hülsen nicht Betracht.

Die Ausschreibung soll nun möglichst umgehend erfolgen, damit die dringend erforderlichen Arbeiten schnellstmöglich in Angriff genommen werden können.