Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Deutschlandweit sind das einzigartige „Testspargel“

Peter Weinem vom Planungsbüro Grontmij erläuterte den skeptisch-interessierten Zuhörern das Projekt

Krummendeich: Forschungszentrum will geplante Forschungsanlage "schmackhaft" machen


sum. Oederquart. Mit einer Einwohnerversammlung startete in der vergangenen Woche die erste offizielle Planungsphase zur Forschungsanlage Windenergie in Krummendeich. Das Vorhaben ist einzigartig.

Wie berichtet, will das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis 2017 in der Gemeinde Krummendeich nördlich von Oederquart eine in Deutschland einzigartige Testanlage Windenergie errichten. Angedacht sind zwei „Testspargel“ mit einer Gesamthöhe von 150 Metern und eine kleinere, rund 75 Meter hohe Experimentalanlage. Gemeinsam mit vier ebenfalls 150 Meter hohen „Messlatten“ soll das gesamte Projekt der meteorologischen Forschung und zur Weiterentwicklung der Windenergie dienen.

Alexander Görmann und Dr. Jan Teßmer vom DLR sowie Peter Weinem vom Planungsbüro Grontmij Hannover wollten den skeptischen, aber durchaus auch interessierten Einwohnern das Projekt schmackhaft machen. Mit Hilfe von Zeichnungen und Fotos versuchten sie klarzustellen, dass die Testanlagen die Sicht der meisten Hauseigentümer kaum stören dürften und weder Schattenwurf noch Geräuschpegel ein Thema sein sollten.

Auch Tiere werden nach Meinung der Planer keinen Schaden nehmen. Zahlreiche Begehungen in dem vorgesehenen Gebiet hätten ergeben, dass dort aufgrund der Ackerlandbewirtschaftung kaum Rast- und Brutvögel ihre Zelte aufschlagen. Lediglich bei den Fledermäusen sei mit einem Herbstzug durch diesen Bereich zu rechnen. „Doch in diesem Fall schalten wir die Anlagen von August bis September jeweils für einige Stunden ab“, erklärt Peter Weinem. Gleiches sicherte er auch zu, wenn es entgegen dem derzeitigen Stand doch zu einem Schattenwurf oder erhöhten Geräuschpegel kommen sollte. Denn die genauen Daten und Fakten seien im Rahmen der weiteren Planungen noch zu präzisieren.

Bevor eine Forschungsanlage aber tatsächlich nach Krummendeich kommt, ist in den kommenden Monaten ein Bauleitverfahren durchzuführen. In diesem Rahmen werden zu gegebener Zeit die entsprechenden Unterlagen für vier Wochen öffentlich im Rathaus ausliegen. Dann haben die Bürger noch einmal die Gelegenheit zur Einsichtnahme und zur Abgabe von Stellungnahmen oder Einwänden zu dem geplanten Projekt.