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Die Gemeinde muss Gas geben

Die Teilnehmer der Dorfwerkstatt machten sich bei der Ortsbegehung Gedanken zur Gehweg-Gestaltung (Foto: sum)
Dorfwerkstatt mit Gehweg- und Parkplatzbegehung in Krummendeich

sum. Krummendeich. Warm eingepackt und mit Klemmbrett bewaffnet begaben sich die Teilnehmer der dritten Dorfwerkstatt in Krummendeich am vergangenen Wochenende an die frische Luft, um den Parkplatz am Naturfreibad und den Gehweg zwischen Freibad und Deichlücke zu begutachten.

Wie berichtet, wurden im August Stimmen laut, auf die geplante Dorferneuerung zu verzichten und mit den der Gemeinde zur Verfügung stehenden Mitteln nur den maroden Bürgersteig zu sanieren. Doch nach einem klärenden Gespräch mit dem Amt für Landesentwicklung steht fest: Auch der Gehweg wird in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, da er eine wichtige Verbindung zwischen Naturfreibad und Freizeitanlage darstellt. „Jetzt stehen auch die Kritiker hinter dem Projekt“, freut sich Bürgermeisterin Christiane von der Decken.

Damit wirklich alle Bürgerwünsche bei der Gestaltung des Gehweges und des Parkplatzes berücksichtigt werden, veranstaltete die Gemeinde nun die dritte Dorfwerkstatt. Zwanzig Teilnehmer erschienen und tauschten sich zunächst über die Art der angedachten Straßenbeleuchtung aus. Klar ist, dass die vorhandenen, kunterbunten Straßenlaternen einheitlich gestaltet werden sollen und zwar zwingend in Übereinstimmung mit der Gemeinde Oederquart, da Krummendeich ergänzend in das dortige Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurde. Paul Willers hätte auch gerne gesehen, dass die noch gut erhaltenen Masten stehen bleiben und nur der Laternenkopf ausgetauscht wird. Doch das rechnet sich laut Aussage von Sonja Hörster vom Planungsbüro IPG nicht.

Bei der Begehung des Bürgersteigs stellte sich die Frage, ob dieser zukünftig vielleicht auf Straßenhöhe und durch eine Regenrinne von der Straße abgetrennt errichtet werden könnte. „Dann parken aber ständig die Autos auf dem Gehweg und die Fußgänger müssen auf die Straße ausweichen“, gab Jochen Ahlf zu bedenken. Bei der Begehung des Freibad-Parkplatzes wurden Überlegungen laut, die unschönen gelben Garagen hinter der Gaststätte zu entfernen und den Minigolfplatz zu verändern, um mehr Platz zu schaffen.

Jetzt muss die Gemeinde aber auf das Gaspedal drücken, um alle erforderlichen Unterlagen für die geplante Dorferneuerung zusammenzustellen. Denn Abgabefrist für den Förderantrag ist der 15. Februar 2017. Wird dieser Termin verpasst, muss ein Jahr gewartet werden. „Das wird zwar schwierig, ist aber nicht unmöglich“, erklärt Sonja Hörster vom Planungsbüro zuversichtlich.