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Freiburger Bürger fordern eine Ampelanlage

An dieser Stelle möchte Ernst-August Ackermann eine Ampelanlage haben

"Wir haben Angst um unser Leben!"

ig. Freiburg. Eigentlich fühle er sich in Freiburg ja wohl, sagt Ernst-August Ackermann (69). Der schwerbehinderte ehemalige Kraftfahrer wohnte bis vor zwei Jahren in Stade. "In einem Hochhaus, das nicht barrierefrei war", klagt der Kehdinger Neubürger. Dann habe er sich um eine bezahlbare Wohnung im Nordkehdinger Flecken mit einem keinen Garten bemüht. "Das klappte."
Was ihn jetzt mächtig wurmt: Wenn er mit seinem Rollstuhl zum Einkaufen oder ins Freiburger Therapie-Zentrum fahren will, "ist das mehr als gefährlich". Er komme kaum über die Straße "Neuensteden". Auf der Hauptstraße werde häufig gerast, auch nicht gestoppt oder die Geschwindigkeit gedrosselt. Und sein "Rolli" fahre ja langsam. "Ich habe große Angst, überfahren zu werden."
Deshalb sei er aktiv geworden, erzählt Ackermann, dem wegen eines Zuckerleidens ein Bein und Fuß amputiert werden mussten. "Ich habe Unterschriften für eine Überquerung mit Ampel gesammelt und am vergangenen Montag abgegeben. 120 Bürger unterstützen mein Anliegen", berichtet er stolz. Unterschrieben hätten auch viele Bewohner des Altenheimes, "die sich nicht mehr trauen, einzukaufen, weil sie Angst um ihr Leben haben".
Samtgemeinde-Direktor Edgar Goedecke weiß um die missliche Situation. "2006 und im vergangenen Jahr wurden Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Es wurde nichts Auffälliges festgestellt", sagt Goedecke. "Die Mindestanforderungen für die Errichtung einer Lichtzeichen-Anlage sind nicht erfüllt." Zuständig sei die Landesbehörde für Straßen und Verkehr. Deren Einschätzung lautet: Die Straße gilt als sicher. Gleichwohl wolle er die Unterschriften-Sammlung an den Rat des Flecken weiter leiten und prüfen, ob man das "Sichtfeld" der Straße verbessern könne.