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Neue Satzung für Obsthof in Nordkehdingen

Die Gemeinde Balje setzt sich dafür ein, dass auf dem Obsthof Quast wieder Lagerhallen errichtet werden können (Foto: sum)

Familie Quast aus Balje will abgebrannte Lagerhallen neu aufbauen

sum. Balje. Im Bereich Hörne-Ost 24 bis Süderdeich-West 32 in der Gemeinde Balje soll das Bauen auch für Nicht-Landwirte zukünftig ermöglicht werden. Das ist das Ziel der von der Gemeinde geplanten Außenbereichssatzung, die der Öffentlichkeit vor Kurzem vorgestellt wurde. Hintergrund ist ein bislang nicht bewilligter Bauantrag des Obsthofes Quast, der seine vor knapp einem Jahr abgebrannten Lagerhallen in neuer Art und Weise neu errichten möchte.

Das Baugesetzbuch sieht vor, dass ein Bauvorhaben im Außenbereich nur zulässig ist, wenn es einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dient. Diese Vorschrift soll unter anderem eine Zersiedlung verhindern. Zwar handelt es sich beim Obsthof Quast grundsätzlich um einen landwirtschaftlichen Betrieb. Die Tatsache, dass die geplanten Lagerhallen aber auch dem Obsthandel und somit einem Gewerbebetrieb zuzuordnen sind, spricht derzeit gegen die beantragte Baugenehmigung. Auch ein möglicher Bestandsschutz ist in diesem Fall nicht relevant, da die Lagerhallen nicht in der ursprünglichen Form, sondern den heutigen Verhältnissen angepasst entstehen sollen.

„Wir haben sehr interessante Gespräche mit dem Landkreis geführt“, berichtete Bürgermeister Hermann Bösch, der der Familie Quast unbedingt helfen möchte. Herauskam die Möglichkeit, für den Bereich, in dem eben auch der Obsthof Quast liegt, eine Außenbereichssatzung zu errichten. Diese soll erreichen, dass ein Bauantrag nicht sofort abgeschmettert wird, nur weil das Vorhaben gerade nicht der Landwirtschaft dient. „Es kann aber nicht darum gehen, dass hier ein neues Baugebiet eröffnet wird“, machte der Landschaftsarchitekt Klaus Eble den Zuhörern klar, als von dort der Wunsch kam, die in dem Übersichtsplan zur Satzung enthaltenen Gebietsgrenzen weiter auszudehnen, damit auch nach „hinten raus“ noch Baumöglichkeiten bestehen. "Wir hoffen, der Familie Quast mit dieser Satzung einige Steine aus dem Weg räumen zu können“, erklärt der Bürgermeister.

Die geplante Außenbereichssatzung wird nunmehr für vier Wochen ausgelegt und im Rathaus in Freiburg, Hauptstraße 31, für die Öffentlichkeit einsehbar sein. Der Gemeinderat wird voraussichtlich im Mai über die Satzung beschließen.