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Schaut man einem geschenkten Gaul doch ins Maul?

Einen solchen Grill will der Gemeinderat Freiburg nicht mal geschenkt haben

CDU Freiburg erteilt Gewerbeverein Spenden-Abfuhr / Eine Retourkutsche?


sum. Freiburg. Was ist nur in dem kleinen Elbedorf Freiburg los? Freut man sich dort nicht über großzügige Spenden? Das scheint fast so, wie der Gewerbeverein "Die Kehdinger" kürzlich feststellen musste.

Bei einem Plus in fünfstelliger Höhe in der Vereinskasse beschloss der Gewerbeverein Nordkehdingen, das Geld „unter die Leute zu bringen“. Als erste Aktion sollte die Gemeinde Freiburg einen massiven Edelstahl-Grill im Wert von weit über Tausend Euro erhalten. „Der könnte im Sport- und Freizeitzentrum Freiburg super von Wohnmobilisten und Familien genutzt werden,“ erklärt Hanna Lena Meyer, zweite Vorsitzende des Gewerbevereins.

Doch der Verein erhielt prompt eine Abfuhr. Auf telefonische Anfrage des WOCHENBLATT bestätigte ein Ratsherr der CDU-Fraktion, der namentlich nicht erwähnt werden möchte: „Der Rat ist zurzeit tendenziell gegen eine derartige Spende.“ Nähere Gründe für die Absage wollte man nicht nennen. Schaut man in Freiburg einem geschenkten Gaul vielleicht doch ins Maul und lässt ihn stehen, wenn der erste Vorsitzende des Gewerbevereins und Noch-Bürgermeister Detlef Hammann die Zügel in der Hand hält? Wie das WOCHENBLATT in der Vergangenheit berichtete, sorgten Streitigkeiten Hammanns mit der Kirche in Freiburg und sein plötzlicher Rücktritt vom Bürgermeisteramt für Unruhe im Elbedorf und insbesondere im Gemeinderat.

Der Gewerbeverein reagiert gelassen auf die Absage und richtete den Spendenvorschlag frei nach dem Motto "Wer nicht will, der hat schon" kurzerhand an die Gemeinde Wischhafen. Doch auch hier wollte Bürgermeister Bernd Tietje nicht sofort eine Zusage erteilen. Auf Rückfrage begründete er diese Zögerung jedoch: „Eine Spende in dieser Höhe muss mit dem Verwaltungsausschuss erörtert und laut Satzung vom Rat genehmigt werden.“ Diese Erörterung erfolgte zwischenzeitlich und führte zu dem Ergebnis, dass die Gemeinde Wischhafen grundsätzlich nichts gegen die großzügige Spende des Gewerbevereins einzuwenden hat. Nur der Standort des "geschenkten Gauls" müsse noch geklärt werden.