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Schutzgebiet in Kehdingen: Weiteres Gespräch bringt keine neuen Erkenntnisse

bc. Stade. Zur Diskussion um die hoheitliche Sicherung des EU-Vogelschutzgebietes Kehdinger Marsch hat es auf Vermittlung der SPD-Landtagsabgeordneten Petra Tiemann am 6. April ein weiteres Gespräch zwischen dem Umweltministerium in Hannover und betroffenen Landwirten gegeben. Ergebnis: Es führt kein Weg an der Weisung des Ministeriums vorbei, das Gebiet zwischen der Oste und Freiburg sowie auf Krautsand staatlich unter Schutz zu stellen. Landrat Michael Roesberg: „Es bedarf einer Verordnung.“
Wie berichtet, setzen alle Parteien im Kreistag bis auf die Grünen nach wie vor auf den Vertragsnaturschutz, bei dem die Kreisverwaltung über mehr als zwei Jahre unentgeltliche Verträge mit den Landwirten in Kehdingen ausgehandelt hat. Das Land sagt jedoch: Vertragsnaturschutz verleihe keinen ausreichenden Schutzstatus. Mit den Verträgen sind bis dato nur rund 96 Prozent der Flächen geschützt.
Der Umweltausschuss des Kreistages wird das Thema nun am 25. Mai abermals behandeln. Diesmal unter dem Aspekt, ob ein Natur- oder ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden soll. Diese Entscheidung liegt laut Land in den Händen des Kreistages. Landwirte bevorzugen vermutlich ein Landschaftsschutzgebiet, da in dem Fall die Restriktionen etwas milder ausfallen.
Bis eine Verordnung verabschiedet werden kann, wird es vermutlich noch dauern. Voraussichtlich kann erst der neu gewählte Kreistag im Frühjahr 2017 einen Beschluss treffen.