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Ups! Verzählt!

Frank Meyer (Mitte) darf sich nach der Nachzählung des Wahlergebnisses in Balje nun wohl doch zu seinen Parteikollegen Gunda Remien und Christian Otten an den Gemeinderats-Tisch setzen

SPD Balje lässt Stimmen nachzählen / Ergebnis: Einen Sitz mehr im Gemeinderat

sum. Balje. Auf dem ersten Blick war das vorläufige Ergebnis der Gemeinderatswahl in Balje vom 11. September eindeutig. Mit 1.069 zu 697 Stimmen gewinnt die CDU und bekommt sechs Sitze im Gemeinderat, während sich die SPD mit drei Stühlen am Ratstisch zufrieden geben muss.

Doch dann fing der von dem Wahlergebnis zunächst noch enttäuschte SPD-Bürgermeisterkandidat Christian Otten (SPD) an zu rechnen und stellte erstaunt fest: „Wir brauchen ja nur eine Stimme mehr, um der CDU einen Sitz abzunehmen.“ Er setzte sich mit dem SPD-Vorsitzenden Jonny Röndigs zusammen und kurzerhand stellten sie bei der Samtgemeinde einen Antrag auf Nachzählung. „Verzählen kann sich schließlich jeder mal. Vielleicht haben wir ja Glück,“ erklärte Christian Otten.

Eine interne Zählung im Rathaus in Freiburg ergab tatsächlich ein zu Gunsten der SPD abweichendes Ergebnis, so dass Samtgemeinde-Bürgermeister Edgar Goedecke dem Antrag stattgab. Unter den Argusaugen der Vertrauensleute Horst Wilkens (CDU) und Jonny Röndigs (SPD) wertete der Wahlausschuss in der vergangenen Woche die Baljer Stimmzettel noch einmal offiziell aus. Und kam zu dem noch vorläufigen Ergebnis, dass die SPD sogar zwei Stimmen mehr und die CDU eine Stimme weniger erlangt hat. „Ziel erreicht“, erklärt Christian Otten mit einem Augenzwinkern. Denn neben ihm, Gunda Remien und Detlef von Ahn darf ab November nun wohl auch Frank Meyer an den Gemeinderatssitzungen teilnehmen, während die CDU ein Ratsmitglied zu Hause lassen muss.