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Das Ende einer Kneipen-Ära

Wirtin Magdalene Jark alias "Lena" gibt ihre Gaststätte nach 41 Jahren auf (Foto: ig)
Wirtin "Lena" dreht den Zapfhahn zu / Keine Nachfolge für die Hafengaststätte

tp. Wischhafen. Im Land Kehdingen stirbt ein Stück Kneipenkultur. Wirtin Magdalene Jark alias "Lena" (86) von der "Hafengaststätte Krooß" in Wischhafen dreht für immer den Zapfhahn zu. Die Gastronomin mit Leib und Seele führte das Traditionslokal am Nebenarm der Süderelbe seit 1971 in Eigenregie.
"Lena" nennt ihr fortgeschrittenes Alter und Gesundheitsprobleme als Gründe für die Schließung. "Meine Beine schmerzen beim Gehen, und das lange Stehen macht mir zu schaffen." Mit Wehmut blickt "Lena" auf die vergangenen vier Jahrzehnte "hinterm Tresen" zurück: "Das Lokal war mein Leben."
Die Gaststätte besaß jahrelang das einzige Telefon am Hafen. Schiffseigner kamen regelmäßig, um an dem Fernsprechapparat Frachtangelegenheiten zu besprechen.
Zu den treuesten Gästen gehören die Mitglieder der Hafen-Interessengemeinschaft Wischhafen. Die Organisation hielt Ende Dezember in der urigen Gaststätte ihre letzte Jahresversammlung ab. "Für das nächste Jahr müssen wir uns eine neue Bleibe suchen", bedauert Hafenmeister Volker von Bargen.
Die Hafengaststätte bleibt wohl für immer geschlossen. "Einen Nachfolger habe ich leider nicht", bedauert "Lena". Ihre erwachsenen Kinder haben kein Interesse an dem harten Gastwirts-Job.
Für ihre Stammgäste will "Lena" demnächst eine kleine Abschiedsfeier geben. Dann ploppen in der gemütlichen Seemannskneipe ein letztes Mal die Korken.