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Konkreter Verdacht bei Köder-Attacke

Der Stollen war mit einem großen und vielen kleinen Nägeln gespickt (Foto: Borgwardt)
Verursacher vermutlich schuldunfähig

am. Oldendorf. Immer wieder finden Bewohner der Waldsiedlung Sunde in Oldendorf gefährliche Köder. Wie das WOCHENBLATT berichtete, fanden Hundebesitzer erst kürzlich ein mit Nägeln gespicktes Stück Stollen, das vermutlich von Hunden verzehrt werden sollte.
Karin Borgwardt, Bewohnerin der Waldsiedlung, hat nun Anzeige bei der Polizei erstattet und den Vorfall dem Veterinäramt gemeldet. Denn sie hat einen konkreten Verdacht. Sie habe an dem Tag, als der Köder gefunden wurde, einen bereits häufiger auffällig gewordenen Mann Sachen auf der Straße verteilen sehen. Kurz darauf habe ihre Nachbarin den Köder vor ihrer Haustür gefunden.
Vor einem Jahr wurde nach Polizeiangaben gegen den heute 63-Jährigen bereits wegen eines gefährlichen Köders ermittelt. Verurteilt wurde der Bewohner nicht. "Der Mann ist schuldunfähig", sagt Oberstaatsanwalt Kai Thomas Breas, "und er ist nicht gefährlich genug, als dass man weitere Schritte einleiten könnte."
Ob auch die aktuelle Tat dem 63-Jährigen zuzuschreiben ist, ist noch ungeklärt.
"Die Kollegen in Oldendorf ermitteln wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz", sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach.