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Milchlaster-Gespann verunglückt auf L114 nahe Gräpel

55 Einsatzkräfte waren am Unfallort (Foto: Polizei)
am. Gräpel. Ein Milchlaster-Gespann ist am Donnerstag, am frühen Morgen um 3 Uhr auf der Landesstraße L114 in der Gemarkung Estorf von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer hatte laut eigenen Angaben die Kontrolle über den Tanklastzug verloren, nachdem er einem Reh ausgewichen war.
Mehr als 90 Minuten war der 40-Jährige aus Wursten im Fahrerhäuschen eingeklemmt, bevor ihn die Einsatzkräfte der Feuerwehr befreien konnten. Diese waren mit rund 55 Mann von den alarmierten Feuerwehren aus Gräpel, Oldendorf, Elm und Bremervörde angerückt. "Die Rettung aus einem Lkw gestaltet sich in der Regel schwieriger als bei einem Pkw, weil die Fahrzeuge einfach größer sind und man für die Befreiung eine Arbeitsbühne benötigt", sagt Feuerwehrsprecher Stefan Braun. Da der Fahrer ansprechbar war, habe man zudem sehr vorsichtig vorgehen können. Mit nur leichten Verletzungen ist der Mann ins Bremervörder Krankenhaus eingeliefert worden.
Das ist bereits der dritte Milchlaster-Unfall im Landkreis innerhalb weniger Monate. Ende Februar ist ein Fahrzeug in Ahlerstedt und im November des vergangenen Jahres eines in Kutenholz verunglückt. "Die Fahrbahnseiten sind im Moment aufgeweicht und es ist für die Fahrer schwer, einmal von der Fahrbahn abgekommen, das Gespann wieder auf die Straße zu bringen", sagt dazu Polizeisprecher Rainer Bohmbach.
Der Gesamtschaden wird auf 40.000 Euro geschätzt. Die Bergung des Fahrzeuges nahm mehrere Stunden in Anspruch. Zunächst musste die Milch in einen Ersatztankwagen umgepumpt werden. Die L114 war bis morgens um 8 Uhr gesperrt.