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70 Jahre Kreislandfrauenverband Stade

Dörthe Neumann (li.), Landfrauen-Vorsitzende, mit der Gruppe "Medlz" (Foto: Ina Osterholz)

Mitglieder fordern Rentenpunkte für das Ehrenamt

tp. Stade. Rund 700 Teilnehmerinnen und zahlreiche Ehrengäste feierten am Freitagnachmittag den 70. Geburtstag des Kreislandfrauenverbands Stade im großen Saal des Stadeums.
Dörthe Neumann, Vorsitzende des Kreisverbands, in dem 6.000 Mitglieder organisiert sind, betonte, dass die Landfrauen bereits viel bewegt hätten, mit Projekten wie „Kochen mit Kindern“ erklären sie Grundschülern vielfältige Lebensmittel, bei „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ engagieren sie sich für den Dialog zwischen Erzeugern und Verbrauchern.

Für die Zukunft haben sie sich das Thema Lebensqualität im ländlichen Raum auf die Fahne geschrieben. So setzen sich die Landfrauen für die ärztliche Versorgung ebenso ein wie für die Integration ausländischer Mitbürger. Mit dem „Internationalen Garten“ in Stade haben sie einen Ort der Begegnung und des Voneinanderlernens geschaffen. Inzwischen wird auch mit viel Spaß zusammen gekocht und es gibt sogar einen Deutschkursus. Der Internationale Garten präsentiert sich der Öffentlichkeit am Sonntag, 11. Juni 2017, beim Landfrauen Aktionstag „Hereinspaziert".

Auch für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen machen sich die Landfrauen stark, denn in der gegenwärtigen Situation bekommen Frauen aufgrund ihres geringeren Einkommens bis zu 53 Prozent weniger Rente als Männer. Daher forderte Dörthe Neumann von der Politik, für ehrenamtliche Arbeit sogenannte Rentenpunkte zu erteilen.
Mit der A-capella-Gruppe „Medlz“ machten sich die Landfrauen zu ihrem Geburtstag selbst das beste Geschenk. Die vier jungen Frauen aus Dresden verzauberten mit ihren glasklaren und auch samtigen Stimmen die Zuhörerinnen.