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Der Hühnerhof im Kindergarten

Hühner in der "Himmelspforten" stehen zur Zeit unter Quarantäne

sum. Himmelpforten. Im Kindergarten "Himmelspforte" in Himmelpforten ist seit einem Jahr nicht nur fröhliches Kinderlachen zu hören, sondern auch Hahnengeschrei und das Gegackere glücklicher Hühner. "Der Opa eines Kindes fragte uns im vergangenen April, ob wir nicht einmal Hühnereier ausbrüten wollen", erinnert sich Leiterin Karin Klimek. Warum nicht? Ein bisschen Bauernhof geht doch auch im Kindergarten. Mit Hilfe des Rassegeflügelzuchtvereins Oldendorf wurde für alle Kinder gut sichtbar ein Brutkasten mit 17 Eiern aufgebaut. Die Kleinen lernten mit Hilfe eines Wasserbades, dass in den wackelnden Eiern tatsächlich lebende Küken heranwachsen.

Dann endlich war es soweit und mit großen Augen beobachteten die Kinder, wie die Schale aufgepickt wurde und ein kleines nasses Küken schlüpfte. "Das war für die Kinder richtig aufregend", erinnert sich Erzieherin Ronja Dipper. Es folgte die Qual der Wahl, denn nicht alle Küken unterschiedlicher Rassen konnten bleiben. "Wir entschlossen uns für die Zwerghühner", erzählt Ronja Dipper, "die werden nicht so groß." So durften ein Hahn und sechs Hühner in die von Eltern gebaute "Villa Hühnchen" einziehen, während der Geflügelzuchtverein die übrigen Küken aufnahm.

Jeden Tag verbringen die Kinder seitdem einige Zeit im Stall, um die Tiere zu füttern, mit ihnen zu spielen und Eier zu sammeln, die den Kids natürlich besonders gut schmecken. "Die Hühner wurden richtig handzahm", sagt Karin Klimek.

Zurzeit muss der Züchternachwuchs jedoch auf Kuscheleinheiten mit dem lieben Federvieh verzichten. Seitdem die Vogelgrippe grassiert, ist das Außengehege in Plastik eingeschlagen und in den Stall dürfen nur die Erzieher und sonstiges Personal. "Doch wir hoffen, dass die Quarantäne bald wieder aufgehoben wird und wir Kinder und Hühner wieder vereinen können", wünscht sich Karin Klimek.