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Die alte B73-Brücke ist marode

"Wichtige Pendler-Route": Bauausschuss-Mitglied Daniela Schilling an der B73-Brücke in Hechthausen

Bund investiert 7,5 Millionen Euro in Neubau der Oste-Querung zwischen Himmelpforten und Hechthausen

tp. Hechthausen. Sie ist das Nadelöhr zwischen den Landkreises Stade und Cuxhaven und Teil einer wichtigen Verkehrsader für Unternehmen und Pendler in Richtung Hamburg: die Bundesstraßen-73-Brücke, die zwischen Himmelpforten und Hechthausen die Oste überquert. An dem 80 Jahre alten Bauwerk nagt der Zahn der Zeit. Die zuständige Landesstraßenbaubehörde mit Sitz in Stade um ihren Chef Hans-Jürgen Haase plant einen Abriss und Neubau.

Der Ersatz der stark sanierungsbedürftigen Brücke sei wirtschaftlicher als eine Instandsetzung, sagt Hans-Jürgen Haase. Anstelle der rund 110 Meter langen Stahlbrücke tritt ein Ersatzbauwerk aus Stahlbeton, das - nach Abwägung verschiedener Trassen-Varianten - etwa 50 Meter südlich der bestehenden Brücke errichtet wird.

Politik und Bürger würden die auf 7,5 Millionen Euro bezifferte Investition des Bundes begrüßen, sagt Daniela Schilling (CDU), Bauausschussmitglied im Gemeinderat Hechthausen und Mitglied im Rat der Samtgemeinde Hemmoor. Schilling, von Beruf Bau-Ingenieurin, verweist auf statische Schwächen der alten Brücke, an der bewusst auf Leitplanken verzichtet wurde. Im Falle des Aufpralls eines Kraftfahrzeuges würde die Brücke den physikalischen Kräften möglicherweise nicht standhalten. Auf dem Fluss-Überweg gilt daher die Tempo-50-Beschränkung.
Laut Daniela Schilling besitzt die Oste-Querung bei Hechthausen eine bewegte Geschichte: Zunächst pendelte an der Stelle eine Fähre, an die sich einige ältere Ortsbewohner noch erinnern. Heute wird die Brücke - neben hiesigen Handwerksfirmen - besonders von Berufspendlern genutzt. Sie steigen in Himmelpforten, wo das Streckennetz des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) beginnt, vom Pkw in den Metronom-Zug um.

Im diesem Frühjahr führen Experten zur Untersuchung der Bodenbeschaffenheit an der neuen Brückentrasse Probebohrungen durch. Die Ergebnisse fließen in ein Strecken- und Gründungsgutachten für die neue Brücke.

Wie die neue genau Brücke aussehen wird, steht noch nicht fest: "Die Entscheidung über den endgültigen Bauwerksentwurf wird bis zum Ende kommenden Sommers angestrebt", so Behördenleiter Haase.

Die Planfeststellung für die Brücke soll im Jahr 2016 beantragt werden. Bürger und Umweltverbände können Anregungen und Kritik an den Entwürfen äußern.
Der Baubeginn wird für das Jahr 2018 angepeilt. Im Jahr 2020 soll es endlich heißen: "Freie Fahrt über die neue Oste-Brücke".

• Stärkere Verkehrsbehinderungen und Umleitungen sind nicht zu erwarten, da das alte Bauwerk bis zur Fertigstellung weiter benutzt werden kann.