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Eine neue „WG“ für die Senioren

Die kombinierte Küchen-, Ess- und Wohnecke sorgt für ein tolles Gemeinschaftsgefühl in den Gruppen

Der zweite Bauabschnitt im Seniorenheim Klosterfeld soll im Mai abgeschlossen werden


In der sechsten Wohngruppe des Seniorenheims Klosterfeld in Himmelpforten duftet es nach frisch gebrühtem Kaffee. Eine Betreuerin schneidet in der Küchenecke gerade den Kuchen. Vier Damen beobachten sie aus dem gemütlichen Wohn- und Essbereich und plaudern vergnügt miteinander. Man merkt sofort, dass sich die Mitglieder dieser „WG“ in ihrem neu renovierten Zuhause wohl fühlen.

Das Heim befindet sich seit Oktober 2013 in der Umbauphase. Das 1963 errichtete und Mitte der neunziger Jahre mit einem Anbau versehene Gebäude brauchte dringend eine Kernsanierung. Der erste Bauabschnitt bestand im Abriss und zweigeschossigen Wiederaufbau des zur Bundesstraße hin gelegenen Gebäudetrakts. Im September letzten Jahres konnten die ersten Heimbewohner ihre neuen Zimmer beziehen, die nunmehr alle über ein eigenes Bad mit Dusche und WC verfügen. Von einem herrlichen blühenden Rosengarten müssen sie bei einem Blick aus dem Fenster zwar noch träumen, aber dass wird sich auch bald ändern.

Es fällt auf, dass im unteren Bereich stilvoll braune Farbakzente gesetzt wurden, während sich im zweiten Stock dezent die Farbe Pink durch die Räume zieht. „Jede Wohngruppe erhält einen eigenen Farbton“, erklärt Bettina Pralow, „das erhöht den Wiedererkennungswert.“ Die Farbgestaltung gehört genauso zum neuen Konzept des Seniorenheims wie die Aufteilung in sieben Wohneinheiten mit jeweils zwölf bis sechzehn Senioren. Wie in einer „WG“ hat jeder Bewohner sein eigenes Zimmer. Der Wohn- und Essbereich wird aber von allen gemeinsam genutzt. In Zukunft wird daher nicht mehr die Großküche alle Heimbewohner mit Mahlzeiten versorgen, sondern in jeder Gruppe wird separat gekocht. „Das fördert die Gemeinschaft und den Appetit,“ berichtet die Einrichtungsleiterin.

Im Mai werden die Baumaßnahmen an der Nordseite des Gebäudes abgeschlossen sein. Das bedeutet, dass nicht nur die nächsten Senioren in ihre neuen Zimmer „umziehen“ dürfen, sondern auch Kiosk, Frisör und Café ihre Pforten öffnen können. Außerdem ist der Haupteingang für Besucher dann über die Klosterfeldsiedlung erreichbar. „Die Lieferanten werden aber weiterhin die zur Bundesstraße hin gelegene Zufahrt benutzen“, sichert Bettina Pralow zu. Sie berichtet von den Befürchtungen der Siedlungsbewohner, dass zukünftig der Lieferverkehr durch ihre Siedlung brummen könnte.

Anschließend fehlen noch die letzten beiden Bauabschnitte und die Gestaltung der Außenanlage, so dass voraussichtlich Ende des Jahres im Seniorenheim Klosterfeld endlich wieder der ganz normale und doch andere Alltag einkehren kann. (sum)