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Extrem-Hobby Sandstrahlen

Mit dem Sanstrahlgebläse in hermtisch abgeriegelten Schuppen: Hinrich Rixen trägt zum Schutz vor Feinstaub eine Atemmaske
 
Verliebt in Glas": Hinrich Rixen mit einigen seiner Kunstwerke

Mit Atemschutzmaske und Overall im engen Kabuff / Hinrich Rixen (67) schafft kleine Kunstwerke aus Glas

tp. Himmelpforten. Staublungen-Alarm! Als Arbeitstechnik ist das Sandstrahlen im Handwerk und in der Industrie schon seit Jahren verboten und nur Künstlern und privaten Hobbyhandwerkern vorbehalten. Einer von ihnen ist Hinrich Rixen (67) aus Himmelpforten. Wenn er seiner "extremen" Lieblingsbeschäftigung nachgeht, trägt er Atemschutzmaske und Arbeitsoverall.

Sein Atelier ist ein enges Kabuff, das er "meinen Sandkasten" nennt. Mit dem Sandstrahlgebläse verziert der Rentner dort Glasgegenstände mit filigranen Bildern. Alles fängt mit der Wahl der Motive an, die Rixens Auftraggebern so heilig sind wie anderen Menschen Tätowierungen, die sie lebenslang auf der Haut tragen. Ob Embleme von Biker-Clubs, Hunde, Brücken, Kindergesichter oder Namenszüge - Hinrich Rixen hat schon alles Erdenkliche auf Trinkbecher, Spiegel, Glastüren oder Laternen gebannt. Der Hobby-Künstler unterlegt die gerahmten Glasbilder auf Sonderwunsch auch mit trendigem LED-Blinklicht.

Die ersten sandgestrahlten Gegensände fertigte der ehemalige Seemann und Lastwagenfahrer vor knapp einem Vierteljahrhundert für seine eigene Wohnung, die inzwischen über und über mit Glasdekoration "gepflastert" ist: Eine verspiegelte Sammel-Vitrine für Mini-Trucks peppte er mit den Logos der Fahrzeughersteller auf. Hinzu gesellten sich über die Jahre Wandbilder seiner Lieblingsband Queen und des Segelschiffes Gorch Fock, eine verspiegelte Wanduhr mit AC/DC-Schriftzug, ein Garderobenspiegel mit Vogel-Idyll und Etliches mehr.

Derzeit arbeitet er an einem Glasbild für seine Enkeltochter Michelle (10). Die Tiernärrin wünscht sich von ihrem Opa zwei Pferdeköpfe, die sich herzförmig aneinander schmiegen. Die Bilder zeichnete Rixen früher selbst. Seit er an schmerzhafter Arthrose in den Fingergelenken leidet und ihm das Zeichnen schwerfällt, sucht er sich die Vorlagen im Internet.

Die Bilder werden mit Pauspapier auf eine besondere, stark haftende Folie übertragen, die Rixen auf die Glasgegenstände klebt. Mit einem Skalpell-ähnlichen Messer schneidet er die Teile heraus, die später als mattweißes Motiv auf der glänzenden Glasoberfläche erscheinen sollen.

Zum schwersten Teil der Aufgabe zieht sich Rixen in seine hermetisch abgeriegelte Kabine im Garten zurück und führt den Druckstrahl aus feinkörnigem Quarz über die offen liegenden Stellen des Glases.

Für ein aufwändiges Motiv braucht Rixen gut 50 Stunden. In seiner Karriere als Glaskünstler hat der Kreative schon mehr als 1.000 Arbeiten angefertigt. Sammler zahlen dafür Liebhaberpreise ab ca. 5 Euro für einen Aschenbecher. "Die Stunden darf man nicht zählen", sagt Rixen, "mir ist es viel wichtiger, Menschen mit meinem Können eine Freude zu bereiten."

Das Online-Gästebuch auf Rixens Homepage http://www.spiegel-rixen.de ist randvoll mit Lob von Kunden aus ganz Deutschland: "Wieder mal haben wir einen Spiegel mit Drachenmotiv bei dir geholt, der jetzt bei und an der Wand hängt. Dieser macht uns viel Freude", schreibt ein Pärchen mit den Namen Elke und Frank.
Jedes Jahr im Advent präsentiert Manfred Rixen seine Glaskunst gemeinsam mit seiner Ehefrau Gerda an seinem Stand auf dem Christkindmarkt in Himmelpforten.

http://www.hobbymap.de (Hobby: Glaskunst)
http://www.hansemarkt.de