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Für einen Tag "im Kittchen"

Schon nach dem kurzen "Knastbesuch" waren die Landfrauen froh, endlich wieder frei zu sein (Foto: sum)

Landfrauen aus Großenwörden auf Entdeckungstour in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde


sum. Bremervörde. Einen kleinen Einblick in das Leben hinter Gittern bekamen die Landfrauen Großenwörden vor Kurzem während einer Besichtigung der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Bremervörde.

Schon bei dem Eintritt in das gut gesicherte Gebäude war der ein oder anderen Frau etwas mulmig zumute. Der Personalausweis wurde ebenso einkassiert, wie Handys, Handtaschen, Fotoapparate und Geldbörsen. „Eigentlich müssten wir bei allen auch noch eine Körperuntersuchung machen“, erklärte eine Mitarbeiterin belustigt, als der Metalldetektor zum wiederholten Male anschlug.

Einige Hochsicherheitstüren hinter sich lassend, erreichten die Frauen schließlich den Seminarraum, wo ihnen Nicola Wümmers über das Leben der knapp 300 männlichen Insassen in der JVA Bremervörde berichtete. Die stellvertretende Anstaltsleiterin erzählte der Gruppe, dass es in Deutschland rund 58.000 inhaftierte Männer gibt, aber nur rund 3.500 Frauen. „Wir Frauen sind eben die besseren Menschen,“ erklärte sie und ergänzte mit einem Schmunzeln: „oder wir lassen uns einfach nicht so oft erwischen.“ Bei der anschließenden Besichtigung des Besucherraums und einer der gerade mal gut 9,5 Quadratmeter großen Haftzellen freuten sich die Frauen sichtlich, auf der „guten Seite“ zu stehen. Und schließlich waren alle heilfroh, als sie wieder in die Freiheit entlassen wurden.