Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Fuß fassen im Männerberuf: Ramona Richters aus Oldendorf möchte als Lkw-Fahrerin arbeiten

Ramona Richters lässt sich nicht entmutigen. Sie will als Lkw-Fahrerin arbeiten (Foto: am)
am. Oldendorf. "Brummi-Fahren" ist immer noch eine Männerdomäne. Nur selten sieht man Frauen am Steuer der großen Mehrachser. Ramona Richters (23) ist das egal. Sie will sich als junge Frau in dem Männerberuf durchsetzen. Mit ihrem Führerschein kann sie alle Fahrzeugtypen, auch 40-Tonner und Gefahrenguttransporte führen. "Mir macht das Fahren einfach Spaß", sagt sie. Das liege bei ihr im Blut. "Mein Papa ist auch Lastwagen gefahren."
Doch obwohl Lkw-Fahrer dringend gesucht werden, findet Ramona Richters keinen Job. Über 30 Bewerbungen hat sie bis jetzt geschrieben. Die Antwort sei immer die gleiche: "Wir suchen Menschen mit Berufserfahrung". Lediglich zu drei Vorstellungsgeprächen wurde sie eingeladen. Danach meldeten sich die Betriebe nicht mehr bei ihr.
Jetzt hat sich die junge, alleinerziehende Mutter an das WOCHENBLATT gewandt. "Wie soll ich denn Erfahrung sammeln, wenn mir niemand eine Chance gibt?", fragt sie, "traut man mir dies als Frau vielleicht nicht zu." Sie möchte eigenes Geld verdienen, auf eigenen Beinen stehen und ihr Kind selbst ernähren können.
Sie hat sich gut überlegt, was sie will: eine 40-Stunden-Stelle bei einem regionalen Unternehmen. Die Betreuung für ihren Sohn hat sie bereits organisiert.
Trotz der vielen Absagen lässt sich Richters nicht entmutigen. "Ich möchte arbeiten, ich bin lernwillig und motiviert." Sie setzt auf Beharrlichkeit, studiert weiter Stellenanzeigen und schreibt Bewerbungen. Als nächstes will sie ihren alten Fahrlehrer ansprechen. Vielleicht kennt er ja noch einen Arbeitgeber.