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Giftköder-Attacke in Oldendorfer Waldsiedlung: Bürger haben Angst

Eileen Klintworth hat Angst um ihren Hund (Foto: am)
am. Oldendorf-Sunde. Wäre Katharina Klintworth nicht so aufmerksam gewesen, hätte ihr Hund vielleicht schon tot sein können. Die Tierfreundin schlug entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen, als sie am Dienstag gemeinsam mit ihrer Tochter Eileen die schockierende Entdeckung auf einen Rasenstück direkt vor ihrem Grundstück machte. Dort, in der Sunder Waldsiedlung bei Oldendorf, lag doch tatsächlich ein Stück Stollen. Gespickt mit Nägeln!
"Ich hätte heulen können", sagt die Frau, "ich habe Angst um meine Hunde und um meine Kinder." Den Köder hat sie sichergestellt und der Polizei gemeldet.
"Das ist eine akute Gefahr für Kleinkinder und Tiere", sagt Anwohnerin Karin Borgwardt. Sie hat sich an das WOCHENBLATT gewandt, in der Hoffnung, "dass endlich was passiert". Denn die Hundebesitzer haben sogar eine konkrete Vermutung, wer für die Köder verantwortlich sein könnte. "Aber die Polizei unternimmt nichts", sagt Karin Borgwardt.
Bereits zwei Mal hat es nach ihren Angaben ähnliche Ereignisse in der Waldsiedlung gegeben. Das letzte Mal fanden die Bewohner vor gut einem Jahr ein mit Rasierklingen und Scherben gespicktes Brot. Sie zeigten den Vorfall an. "Das Verfahren wurde damals ordnungsgemäß an die Staatsanwaltschaft weitergegeben", heißt es aus der zuständigen Polizeibehörde in Oldendorf. Die Anzeige blieb aber ohne Folgen.
Der Vorfall in Sunde ist kein Einzelfall in der Region. Immer wieder entdecken Hundebesitzer gefährliche Köder, die eindeutig nur das Ziel haben können, Hunde oder andere Tiere zu verletzen oder zu töten. Wie berichtet, legte erst im September ein Tierhasser Giftköder in Hittfeld (Landkreis Harburg) aus. Damals mussten mindestens neun Hunde in die Tierklinik eingewiesen werden. Auch im benachbarten Nenndorf ist ein Hund gestorben, nachdem er vermutlich vergiftete Hack-Bällchen gegessen hatte. Nur selten kann die Polizei ermitteln, wer für die Köder verantwortlich ist.
• Auf der Seite www.giftkoeder-radar.com können Betroffene Fundorte melden und somit andere Hundebesitzer warnen.